BERLIN (dpa-AFX) - Der Industrieverband BDI fordert in der Corona-Pandemie Öffnungsperspektiven auch für die Wirtschaft. Es brauche eine konsequente Öffnungsstrategie, die die Wirtschaft gänzlich einbeziehe, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Dienstag laut einer Mitteilung. Nur so könnten das Wirtschaftswachstum angekurbelt und Existenzen gesichert werden.

Am Vormittag tauschte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Videokonferenz mit Wirtschaftsvertretern unter anderem über die Herausforderungen der Pandemie aus. Auch mehrere Bundesministerinnen und -minister waren dabei. Laut Mitteilung wurden etwa Herausforderungen im Einzelhandel diskutiert - der Trend zum Onlinehandel, teils leere Innenstädte -, die die Pandemie noch verstärkt hat. Außerdem ging es demnach um langfristige Aspekte für den Wirtschaftsstandort Deutschland, etwa die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Industrieproduktion.

Auch kurzfristige Pandemie-Folgen etwa für die Ausbildungssituation standen im Fokus. Diese könne etwa durch digitale Orientierungsangebote und Betriebspraktika kurzfristig verbessert werden, hieß es. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, sagte: "Ausbildung ist und bleibt die unabdingbare Voraussetzung, damit wir ausreichend qualifizierte Fachkräfte für die anstehenden Zukunftsaufgaben und damit für die Standortsicherung Deutschlands haben."/jjk/DP/fba