MÜNCHEN (dpa-AFX) - In der Redaktion der "Süddeutschen Zeitung" sollen bis Jahresende bis zu 50 Stellen und damit rund ein Zehntel der Jobs wegfallen. Am Mittwoch startet ein Freiwilligenprogramm, wie die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH), zu der die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) gehört, am Dienstag mitteilte. "Betriebsbedingte Kündigungen sind zurzeit nicht geplant."

Kollegen, die die überregionale Zeitung verlassen wollen, bekommen demnach eine Abfindung. Am Dienstag sei in einer Redaktionskonferenz über den Start des Programms informiert worden. Die Tageszeitung "taz" berichtete zuerst darüber.

Das Freiwilligenprogramm ist den Angaben zufolge keine Folge der Corona-Krise, sondern war schon im vergangenen Jahr angekündigt worden. Durch die Pandemie habe sich der Start verschoben.

Als Grund für den Stellenabbau nannte der Medienkonzern die seit Jahren sinkenden Printauflagen im Medienmarkt und die zunehmende Nutzung der digitalen Angebote, was eine Restrukturierung bei der Zeitung notwendig mache.

Die "Süddeutsche Zeitung" zählt zu den wichtigsten überregionalen Zeitungen in Deutschland. Redakteure und Redakteurinnen arbeiten an mehreren Standorten, Sitz der Zeitung ist München. Mehr als 500 Mitarbeiter sind im redaktionellen Bereich tätig./rin/DP/nas