RIO DE JANEIRO (dpa-AFX) - Der brasilianische Bergbaukonzern Vale hat im vergangenen Quartal angesichts des Preisverfalls bei Rohstoffen weniger Eisenerz gefördert. Überraschend fiel die Produktion des vor allem in der Stahlerzeugung eingesetzten Rohstoffs im Vergleich mit dem Vorquartal sogar von 88,2 auf 85,4 Millionen Tonnen, wie das Unternehmen am Donnerstag am Hauptsitz in Rio de Janeiro mitteilte. Bei den Angaben rechnet Vale die von Drittförderern eingekauften Mengen sowie die von einer Umweltkatastrophe betroffene brasilianische Samarco-Mine heraus. Analysten hatten im Schnitt mit einem kleinen Produktionsplus auf 88,3 Millionen Tonnen gerechnet.

Mit dem Produktionsrückgang stemmt sich Vale gegen den Trend in der Branche. Die großen Rivalen BHP Billiton sowie vor allem Rio Tinto hatten trotz der gefallenen Preise in den drei letzten Monaten des vergangenen Jahres mehr Eisenerz gefördert. Bereits im Dezember hatte Vale das Jahresproduktionsziel für 2016 von einst veranschlagten 374 Millionen Tonnen auf 340 bis 350 Millionen Tonnen gesenkt. 2015 betrug die eigene Jahresproduktion 333 Millionen Tonnen./men/enl/jha/