BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland, Frankreich und China wollen in enger Zusammenarbeit auf eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine hinwirken. In einer Videokonferenz am Dienstag seien sich Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Chinas Präsident Xi Jinping einig gewesen, in vollem Umfang alle Verhandlungen zu unterstützen, die auf eine diplomatische Lösung des Konflikts gerichtet seien, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin mit. Über die weiteren Bemühungen um ein Ende des Konflikts sollen sich demnach die Außenministerin und die Außenminister der drei Staaten abstimmen.

Laut Hebestreit sprachen sich Scholz, Macron und Xi für humanitäre Erleichterungen und Zugänge zu den umkämpften Gebieten aus. Es müssten funktionierende humanitäre Korridore geschaffen werden. Alle drei Länder stünden bereit, weitere humanitäre Hilfe zu leisten.

Aus Teilnehmerkreisen hieß es ergänzend, dass der einstündige Austausch in produktiver Atmosphäre stattgefunden habe. China habe sich zu den Prinzipien der territorialen Integrität und Souveränität der Staaten und der Charta der Vereinten Nationen bekannt.

Deutlich sei die große Sorge der chinesischen Seite geworden, dass der Konflikt sich stark auf die Weltwirtschaft auswirken könnte. China erklärte den Angaben zufolge, zu einer Beruhigung der Lage beitragen zu wollen. Scholz und Macron hätten gemeinsam die Initiative ergriffen, zum jetzigen Zeitpunkt mit dem chinesischen Staatspräsidenten über dieses Thema zu sprechen, hieß es weiter./sk/DP/zb