BERLIN (dpa-AFX) - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat das langsame Tempo beim Impfen beklagt. "Inzwischen ist es mit dem Impffortschritt sehr zäh geworden. Wir kämpfen um jede einzelne Impfung, obwohl wir ausreichend Impfstoff und eine gute Infrastruktur haben", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. "Wir müssen daher mit kreativen Impfangeboten wie mit der Clubnacht, dem Impfen auf Parkplätzen, in der S-Bahn oder im Alexa weitermachen." Das bringe durchaus etwas, so Müller. "Wir haben mit diesen Angeboten rund 50 000 zusätzliche Impfungen in den letzten Wochen ermöglichen können."

Es sei erstaunlich, dass es nach dieser langen Pandemiephase immer noch so schwer sei, die Menschen von der Wichtigkeit dieser Impfung zu überzeugen. Müller sagte, er sei vorsichtig mit Prognosen, ob und wann eine Herdenimmunität möglich sei. "Doch ich bin sehr optimistisch, dass wir auch ohne Herdenimmunität keinen Lockdown mehr benötigen, weil wir andere Maßnahmen haben, um das zu verhindern."

In der Hauptstadt haben mehr als 60 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz. Die Gesamtzahl der Impfungen liegt bei rund 4,5 Millionen./ah/DP/zb