Die Börse sah letzten Mittwochmorgen weitere Rückgänge, da die Investoren mit einem massiven Ausverkauf am Kryptowährungsmarkt beschäftigt waren. Nachdem sie während eines Großteils des Jahres 2021 enorme Zuwächse verzeichnen konnten, sind viele wichtige Krypto-Token-Preise um 40 % bis 50 % oder mehr von ihren Höchstständen vor ein paar Wochen gefallen.

Die Rückgänge bei den großen Aktienindizes waren nicht allzu groß, aber sie setzten einen Abwärtstrend fort, der in letzter Zeit sehr ausgeprägt war. Am 19.05. um 11 Uhr EDT lag der Dow Jones Industrial Average (WKN:969420) 463 Punkte tiefer bei 33.598. Der S&P 500 (WKN: A0AET0) war um 54 Punkte auf 4.074 gefallen, und der Nasdaq Composite (WKN:969427) war um 116 Punkte auf 13.187 gesunken.

Sicherlich haben einige kryptozentrische Aktien wegen des Kryptowährungs-Crashs letzten Mittwoch große Rückschläge erlitten. Der breitere Markt hat jedoch andere Probleme, die seine Performance beeinflussen und wahrscheinlich auch in Zukunft im Spiel bleiben werden. Im Folgenden werden wir uns beide Aspekte der Marktbewegungen des Tages genauer ansehen.

Starke Rückgänge bei Krypto-Aktien

Wie du an einem schlechten Tag für Kryptowährungen erwarten würdest, waren kryptobezogene Aktien stark rückläufig. Zu den am stärksten zurückgeschlagenen gehörten:

  • Die Krypto-Börse Coinbase Global (WKN:A2QP7J), die um 7 % gefallen ist.
  • Krypto-Mining-Spezialisten Marathon Digital Holdings (WKN:A2QQBE) und Riot Blockchain (WKN:A2H51D), die 10 % bzw. 8 % fielen.
  • Das Industrie-Bankinstitut Silvergate Capital (WKN:A2PCBX), obwohl es seine Verluste auf 3 % begrenzen konnte, nachdem es zuvor bis zu 10 % gefallen war.
  • MicroStrategy (WKN:722713), dessen gehebelte Wetten auf Kryptowährungen gut dokumentiert sind, sah seine Aktie um 9 % fallen.

Interessanterweise waren die Rückgänge jedoch nicht so schlimm wie die 15 % bis 25 % Einbrüche bei den Krypto-Tokens selbst. Das deutet darauf hin, dass die Aktionäre den steilen Rückgang der Kryptowährungen als normalen Ausmusterungsprozess sehen, der ein fester Bestandteil des Marktes ist. Sicherlich haben diejenigen, die schon länger als die letzten paar Monate mit Kryptowährungen zu tun haben, reichlich Erfahrung mit den massiven Einbrüchen, die es an der Börse in der Vergangenheit gegeben hat.

Warum also fällt die Aktie?

Der Boom der Kryptowährungen ist nur eine Facette dessen, was viele als einen größeren und besorgniserregenden Trend im gesamten Universum des Investierens gesehen haben. Die niedrigen Zinssätze, die Teil der geldpolitischen Bemühungen der US-Notenbank waren, die wirtschaftliche Aktivität zu fördern, haben die Tür zu massiven Hebelmöglichkeiten geöffnet, und sowohl individuelle als auch institutionelle Investoren haben diesen Vorteil voll genutzt. Die Verfügbarkeit von billigen Finanzierungen hat zu einem Kaufrausch geführt, der die Preise von Vermögenswerten getrieben hat, nicht nur bei Aktien, sondern auch in Bereichen wie Immobilien, wo die Hauspreise in den letzten 12 Monaten stark angestiegen sind.

Nun führen die höheren Preise zu einem Inflationsdruck, der die Geldpolitik der Fed in Frage stellt. Das lässt die Investoren befürchten, dass die Zinsen steigen müssen, was die enormen Schulden im Finanzsystem offenlegt. Doch während die Wirtschaft Anzeichen von Stärke zeigt, könnten Zinserhöhungen jede Expansion zum Stillstand bringen. Das würde Auswirkungen auf die gesamte Branche haben und das ist ein großer Teil der Gründe, warum Aktien letzten Mittwoch fragil aussahen.

Der Absturz der Kryptowährungen hat keinen direkten Einfluss auf die Börse. Aber die Tatsache, dass die Krypto-Preise so stark fallen, ist ein Aspekt eines größeren Problems – ein Problem, das selbst Aktien ohne jegliche Krypto-Verbindung kurzfristig Schmerzen bereiten könnte.

Der Artikel Betrifft der Krypto-Crash auch die Investoren an der Börse? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar, die von der "offiziellen" Empfehlungsposition eines The Motley Fool Premium-Beratungsdienstes abweichen kann. Eine Investitionsthese zu hinterfragen - selbst eine eigene - hilft uns allen, kritisch über das Investieren nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 19.05.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. The Motley Fool empfiehlt MicroStrategy.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Motley Fool beitragende Investmentanalysten

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