Die BioNTech-Aktie ist nicht aufzuhalten. Allein in den letzten zwölf Monaten verzeichnet das Wertpapier einen Zuwachs von unglaublichen 424 Prozent (Stand: 10.11.2020). Das Biotechnologieunternehmen verfügt inzwischen über eine Marktkapitalisierung von mehr als 22 Milliarden Euro (Stand: 10.11.2020).

Hier hat der Markt sehr hohe künftige Erträge eingepreist. Sie könnten, gemäß BioNTechs letzter hoffnungsvoller Meldung zur Impfstoffentwicklung, im nächsten Jahr und darüber hinaus realisierbar sein. Im Falle einer Enttäuschung würde die BioNTech-Aktie allerdings wegen der hohen Bewertung genauso stark fallen.

Vorbestellungen in großen Mengen treiben den Umsatz  

Durch zahlreiche Impfstoffvorbestellungen konnte BioNTech seinen Umsatz im dritten Quartal 2020 von 28,7 auf 67,5 Millionen Euro steigern. Der Verlust stieg hingegen aufgrund erhöhter Forschungs- und Entwicklungskosten von -30,1 auf -210 Millionen Euro. Seit Anfang des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz des Unternehmens von 80,6 auf 136,9 Mio. Euro, während der Verlust von -120,9 auf -351,7 Mio. Euro zulegte.

Nachdem sich der Impfstoff erstmals in der entscheidenden Studie als wirksam erwiesen hat, ist in den kommenden Quartalen von einer erneuten starken Umsatzsteigerung auszugehen. Sowohl in China als auch in Japan wurden die klinischen Studien für BNT162 zeitverzögert aufgenommen. Es ist damit zu rechnen, dass sie erst 2021 zu einem erfolgreichen Abschluss gelangen.

Impfstoff: Die nächsten Schritte

Gemeinsam mit seinen Partnern Pfizer und Fosun Pharma konzentriert sich BioNTech zur Zeit auf die Produktion und Logistik des Covid19-Impfstoffes. Dieser kann bei -70 Grad circa sechs Monate und bei Kühlschranktemperatur sogar nur in etwa fünf Tage gelagert werden, was die Verteilung erschwet. BioNTech/Pfizer werden 2020 50 Millionen und 2021 bis zu 1,3 Milliarden Dosen herstellen. Die beiden Unternehmen haben aktuell mit 13 Ländern Lieferverträge für 5r70 Millionen Impfungen geschlossen, mit der Möglichkeit auf eine Nachbestellung von weiteren 600 Millionen Dosen.