Das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech geht davon aus, dass bereits im Laufe der nächsten Tage erste aussagekräftige Ergebnisse zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffkandidaten vorliegen.

BioNTech: Der aktuelle Stand des Impfstoffkandidaten

BioNTech-Chef Ugur Sahin teilte in einem Interview mit den VRM-Zeitungen (Mainz) mit: „Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir den ersten sogenannten Readout haben, wo wir sehen, ob der Impfstoff in der Lage ist zu schützen.“ Bis Mitte November werde BioNTech nicht nur Aktivitäts-, sondern auch Verträglichkeitsdaten haben, hieß es. Falls diese Daten positiv ausfallen sollten, werden sie bis Mitte November bei der US-Zulassungsbehörde vorgelegt. Darüber hinaus stehe das Pharmaunternehmen derzeit mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) in einem sogenannten rollierenden Verfahren. Das bedeutet, dass die neuesten Daten stets in Echtzeit bei der Behörde zur Überprüfung eingehen. Basierend auf den Ergebnissen obliegt es der Behörde, eine Notfallzulassung zu veranlassen.

Erster Impfstoff bereits produziert

„Wir haben schon angefangen, Impfstoff zu produzieren. Der lagert bei uns, ist in den Qualitätskontrollen und noch nicht freigegeben“, erklärte Sahin. Die Freigabe werde erst dann in Kraft treten, sobald eine Genehmigung vorliege. „Diese Schritte können prinzipiell noch dieses Jahr erfolgen.“

BioNTech-Aktie auf Erfolgskurs

Sollte BioNTech Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffs zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verzeichnen, würde das Unternehmen auch große finanzielle Gewinne erwirtschaften. Darüber hinaus könnte BioNTech mit seinen Erkenntnissen bei der Entwicklung zahlreicher weiterer derzeit in klinischen Studien befindlicher Impfstoffe zum Erfolg verhelfen. Somit könnte die Aktie seinem an der Börse bereits vorweggenommenen Status eines Milliarden-Euro-Unternehmens rasch gerecht werden. Bis zum Handelsende legte die an der NASDAQ notierte BioNTech-Aktie 0,65 Prozent auf 85,36 US-Dollar zu.

/cn