BioNTech und Pfizer haben nun den nächsten Riesenauftrag an Land gezogen. Auch das Land der Mitte soll den Impfstoff bald zulassen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Pfizer BioNTech ausdrücklich als zuverlässigen Partner in der Pandemie gelobt. Nun folgen neben netten Worten auch Taten. 1,8 Milliarden Dosen hat die Europäische Union zusätzlich bestellt. Geliefert werden diese Dosen, wenn alles nach Plan geht, nach und nach bis 2023. Von der Leyen sagte: “Um uns auf die Zukunft vorzubereiten, ziehen wir die Lehren aus der ersten Phase.” Um die volatile Lage am Impfmarkt in den Griff zu bekommen wird reichlich bestellt. 

Gehen wir bald jedes Jahr zur Covid-Impfung?

Diese Extra-Bestellung für die nächsten Jahre könnte sich als äußerst nützlich erweisen. Es wurde schon viel über einen über die Zeit abnehmenden Impfschutz spekuliert. Die BioNTech-Mitbegründerin Dr. Özlem Türeci schließ in einem Interview mit CNBC nicht aus, dass eine dritte Dosis zur Auffrischung der Immunabwehr nötig sein wird. Ihr zufolge werden wir unter Umständen jährlich oder alle zwei Jahre neu geimpft – ähnlich wie es bei der Grippe schon der Fall ist. In dem Interview mit dem amerikanischen Sender wurde Sie auch nach der Gefahr gefragt die Mutationen des Virus für den Impfstoff darstellen können. Dr Türeci zufolge gibt es derzeit keine Anzeichen von Mutationen die den Impfschutz umgehen können.

BioNTech CEO reist nach Shanghai

In China, dem Ursprungsland des Virus, geht die Immunisierung der Bevölkerung nur schleppend voran. Die chinesischen Vakzine bieten leider nicht so guten Schutz wie die Präparate von BioNTech Pfizer oder Mitte vermarkten zu können ist Uğur Şahin, CEO und Mitgründer von BioNTech, nach China gereist. Sein Impfstoff hat dort noch keine Zulassung, deswegen tauscht er sich vor Ort mit ranghohen Politikern aus. Es wird vermutete, dass BioNTech nach einer Zulassung zusammen mit dem chinesischen Pharmakonzerns Fosun die Massenproduktion in dem Land hochfährt. Der ARD gegenüber äußerte ein Fosun-Manager, dass er eine Zulassung im Juni für möglich hält. Dann könnte sich BioNTech auch über große Bestellungen aus Asien freuen. /gw