Der Impfstoff gegen das Corona-Virus der kooperierenden Konzerne BioNTech und Pfizer darf in den USA nun bis zu zwei Wochen bei Temperaturen eines üblichen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden.

Dadurch wird die Handhabung des Impfstoffs vereinfacht und die Anwendung ebenfalls an Orten wie Arztpraxen oder Apotheken ermöglicht, die nicht über erheblich kältere Gefrierfächer verfügen.

Die Genehmigung werde für wesentlich mehr Flexibilität bei der Corona-Impfkampagne sorgen und den Druck auf die Lieferkette für ultrakalte Gefriermodule minimieren, teilte die Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) am Donnerstag mit.

Bisher war ultrakalte Kühlung des Impfstoffes nötig

Bisher musste der Impfstoff des Duos BioNTech und Pfizer bei minus 80 bis minus 60 Grad Celsius transportiert und gelagert werden, was bei der notwendigen Logistik von Impfkampagnen eine weitere Schwierigkeit darstellt. Aus diesem Grund liefert der Hersteller den Impfstoff in extra dafür angefertigten Behältern, die Trockeneis enthalten, aus.

Jetzt sind im Zeitraum von zwei Wochen ebenfalls Lagerung und Transport im Bereich von minus 25 bis minus 15 Grad zugelassen. Darüber hinaus ist es nach wie vor zulässig, den Impfstoff für eine Zeit von bis zu fünf Tagen vor der Anwendung bei Kühlschranktemperatur aufzubewahren.

Pfizer hatte die Aktualisierung der Notfallzulassung des Impfstoffs mit Blick auf die notwendige Temperatur vor einer Woche beantragt. Der Konzern stützte sich dabei nach eigener Aussage auf Daten aus den neun Monaten seit dem Beginn der Entwicklung des Impfstoffs.

Der Impfstoff wurde in Zusammenarbeit des Mainzer Unternehmens BioNTech und des US-Pharmakonzerns Pfizer entwickelt und hergestellt.

Beide Aktien schwächeln

Unterdessen fallen BioNTech-Papiere im vorbörslichen Handel an der NASDAQ zeitweise 0,12 Prozent auf 112,20 US-Dollar. Auch die Aktien von Pfizer verlieren an der NYSE 0,12 Prozent auf 33,78 US-Dollar.