Das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech (WKN: A2PSR2) hatte mit seinem Corona-Impfstoff „Comirnaty“ verhältnismäßig früh eine Antwort auf die grassierende Pandemie parat. Gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer versorgt das Unternehmen nun weltweit Menschen mit dem wichtigen Impfstoff. Meiner Meinung nach hat die Menschheit diesen beiden Unternehmen bereits heute viel zu verdanken.

Obwohl das von Uğur Şahin geführte Unternehmen sicherlich viele Menschenleben gerettet hat, sieht es sich trotzdem mit Vorwürfen der Profitgier konfrontiert. Besonders online konnte man häufig lesen, dass Biontech überhaupt keine Gewinne mit dem Impfstoff machen dürfe. Immerhin wird der Impfstoff dringend benötigt und es wäre unethisch, Gewinne mit so einem bedeutenden Produkt zu machen. Manche Forderungen gingen sogar in die Richtung von Enteignung oder Verstaatlichung.

Biontech als Paradebeispiel für funktionierenden Kapitalismus

Diese sozialistisch-angehauchten Gedankengänge kann ich keineswegs nachvollziehen. In meinen Augen ist Biontech ein Paradebeispiel für einen funktionierenden Kapitalismus. Und diesem Kapitalismus haben wir es zu verdanken, dass so schnelle Erfolge wie beim Biontech-Impfstoff möglich sind.

Der Kapitalismus sorgt nämlich dafür, dass der Markt entscheidet, was gut ist oder nicht. Verschiedene Unternehmen stehen im Konkurrenzverhältnis zueinander und gehen unternehmerische Risiken ein, um aus diesem Konkurrenzkampf als Sieger hervorzugehen.

Genau dieser Wettbewerb sorgt für Innovations- und Leistungsdruck, den man zwingend benötigt, um effizient zu arbeiten. Abgesehen davon können Unternehmen innerhalb des gesetzlichen Rahmens frei agieren, ohne bürokratische Hürden. Das ist wichtig, denn würde man Unternehmen durch zu viel Bürokratie stören, hätte man wahrscheinlich noch heute keinen Impfstoff.

Gewinn, wem Gewinn gebührt

Durch den Kapitalismus war es möglich, dass Biontech genügend finanzielle Mittel von Investoren bekam, um an dem Impfstoff zu forschen und diesen anschließend zu produzieren. Dabei darf man nicht vergessen, dass das Unternehmen größtenteils mit seinen eigenen Mitteln ins Risiko ging.

Hätte sich die Forschung von Biontech in die falsche Richtung entwickelt, hätte das Unternehmen möglicherweise haufenweise Geld verbrannt, ohne jemals einen funktionierenden Impfstoff zu entwickeln. Im schlimmsten Fall kann so ein Szenario in die Insolvenz führen.

Da Biontech das unternehmerische Risiko trug, ist es auch nur fair, jetzt dafür die Lorbeeren in Form von Gewinnen einzustreichen. Es ist meiner Meinung nach keine Schande, etwas Gutes zu tun und dafür bezahlt zu werden.

Biontech – Kapitalismus ist meistens gut

Dem Kapitalismus wird oft vorgeworfen, nicht gerecht zu sein. Stets würde lediglich der Profit im Vordergrund stehen. Was viele vielleicht nicht wissen, ist, dass für Uğur Şahin und Pfizer-CEO Albert Bourla von Beginn an das Menschenwohl im Vordergrund stand.

In einem Interview sagte Bourla, dass Şahin und er sich per Videokonferenz geeinigt haben, sofort mit der Arbeit an einem Impfstoff zu beginnen. Und zwar bevor überhaupt Verträge für eine Zusammenarbeit unterschrieben waren.

Hätten sie den Papierkram nämlich abgewartet, wäre der Impfstoff vermutlich erst weitaus später verfügbar gewesen. Für mich ist Biontech daher ein Paradebeispiel für einen funktionierenden Kapitalismus. Biontech handelt gewinnorientiert, jedoch auch im Sinne der Menschen.

Der Artikel Biontech ist ein Paradebeispiel für Kapitalismus ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Investoren, die Biontech in der Anfangsphase Vertrauen geschenkt und investiert haben, wurden reichlich belohnt. Die Biotech-Aktie konnte eine beeindruckende Rallye hinlegen. Als smarter Investor sollte man daher immer die Augen nach der nächstbesten Möglichkeit offenhalten.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Caio Reimertshofer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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