Das Mainzer Unternehmen BioNTech und sein US-amerikanischer Partner Pfizer werden die Wirkung einer möglichen dritten Auffrischung mit ihrem Corona-Impfstoff in einer neuen Studien prüfen.

Die Hintergründe zur Studie

Im Rahmen der Studie sollen 144 Teilnehmer in den USA sechs bis zwölf Monate nach den ersten beiden Impfungen eine dritte Impfung erhalten. Dies gaben die beiden Konzerne am Donnerstag gemeinsam bekannt.

Unter anderem soll untersucht werden, wie sich die Auffrischung auf die Immunität gegen aktuell Varianten des Corona-Virus auswirkt, die derzeit im Umlauf sind oder neu entstehen können. Den Aussagen von BioNTech/Pfizer zufolge wird  dabei besonders auf die Immunantwort des Körpers zur Verabreichung der dritten Impfung, sowohl nach einer Woche als auch nach einem Monat geachtet.

Die Studienteilnehmer stammen aus zwei Altersgruppen: Menschen im Alter zwischen 18 bis 55 Jahren sowie zwischen 65 und 85 Jahren. Letztere sollen im Kontext der Studie bis zu zwei Jahre lang weiter unter Beobachtung stehen.

Corona-Varianten: Der aktuelle Stand

Momentan verbreitet sich in Europa die britische Mutation des Virus sehr stark. Diese Variante gilt als wesentlich ansteckender als das ursprüngliche Virus. Neben der britischen Form sind noch eine südafrikanische und eine brasilianische Variante im Umlauf.

So äußern sich die Chefs von Pfizer und BioNTech

Zwar gebe es keine Hinweise, dass zirkulierende Formen des Virus zur Aufhebung der Impfstoff-Wirkung führten, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Nichtsdestotrotz würden Maßnahmen ergriffen, um entschieden handeln zu können, falls ein Stamm aufkomme, gegen den der Impfstoff keinen ausreichenden Schutz biete.

BioNTech-Chef und -mitbegründer Ugur Sahin äußerte sich ähnlich: „Wir wollen auf verschiedene Szenarien vorbereitet sein“, erklärte er. Darüber hinaus liefen auch Vorbereitungen, den Impfstoff schnell an neue Mutationen anpassen zu können.

Für beide Aktien läuft es gut

Unterdessen klettert die BioNTech-Aktie im NASDAQ-Handel zeitweise 0,51 Prozent auf 114,75 US-Dollar und die Pfizer-Papiere gewinnen an der NYSE 0,59 Prozent auf 33,95 US-Dollar.