Biontech und Pfizer gaben heute bekannt, dass sie mit der Europäischen Kommission eine Vereinbarung über die Lieferung von 200 Millionen Dosen ihres auf BNT162b2 mRNA basierenden Impfstoffkandidaten gegen COVID-19 an die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) getroffen haben, Die EU hat die Option  weitere 100 Millionen Dosen anzufordern. Die Lieferungen sollen vorbehaltlich des klinischen Erfolgs und der behördlichen Genehmigung bereits Ende 2020 beginnen.

Die Impfstoffdosen für Europa werden in den deutschen Produktionsstätten von BioNTech sowie in der Produktionsstätte von Pfizer in Belgien hergestellt. Wenn der Impfstoffkandidat BNT162b2 von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zugelassen wird, dann wird die Europäische Kommission das Verfahren zur Verteilung der Impfstoffdosen unter den EU-Mitgliedstaaten leiten, die sich im Rahmen dieser Vereinbarung für den Erhalt des Impfstoffs entschieden haben.

„Seit dem Ausbruch der Pandemie war es für Pfizer vorrangig, einen sicheren und wirksamen Impfstoff zu entwickeln und gleichzeitig unsere Produktion so zu steigern, dass wir die Dosen noch vor Ende des Jahres liefern können. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, aber entscheidend für die Eindämmung dieser globalen Pandemie“, sagte Albert Bourla, Chairman und CEO von Pfizer.

„Die heute abgeschlossene Liefervereinbarung mit der Europäischen Kommission stellt die bisher größte Erstbestellung von Impfstoffdosen für Pfizer und BioNTech dar und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem gemeinsamen Ziel, gefährdeten Bevölkerungsgruppen einen COVID-19-Impfstoff zur Verfügung zu stellen“, sagte Albert Bourla, Chairman und CEO von Pfizer.

„Als ein Unternehmen, das im Herzen Europas gegründet wurde, freuen wir uns darauf, Millionen von Menschen nach der behördlichen Zulassung zu versorgen. Wir möchten der Kommission und den Mitgliedstaaten für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen in unseren COVID-19-Impfstoffkandidaten danken. Unser Ziel ist es, einen sicheren und wirksamen Impfstoff zu entwickeln, der dazu beiträgt, diese Pandemie zu beenden. Nur durch gemeinsame Anstrengungen werden wir dazu in der Lage sein“, sagte Dr. Ugur Sahin, CEO und Mitbegründer von BioNTech.

Pfizer und BioNTech kündigten den Abschluss von Sondierungsgesprächen mit der Europäischen Kommission an, um am 9. September 2020 Dosen des Impfstoffkandidaten BNT162b2, falls zugelassen, zu liefern. Die vorgeschlagene Liefervereinbarung ist nun endgültig.