BioNTech und Moderna produzieren die einzigen derzeit zugelassenen mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus. Beide Hersteller geben nun bekannt, wie Sie ihre Produktionskapazitäten in Europa stark erhöhen werden.

BioNTech wird Produktion in Belgien ausweiten

Das Mainzer Unternehmen BioNTech freut sich über die Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMA, die Ausweitung der Produktion in einem belgischen Werk zu genehmigen. Die EU-Behörde mit Sitz in Amsterdam überprüfte hierbei von BioNTech übermittelte Daten und stellte fest, dass die Produktions- und Abfüllanlagen in der Lage sind konsistent, hoch-qualitativen Impfstoff herzustellen. Mit diesem Urteil geht auch die Erlaubnis zur Ausweitung der Produktion einher. Wie viele Dosen dort zukünftig hergestellt werden sollen, ist noch nicht bekannt. Das Werk in Puurs gehört Pfizer, BioNTech arbeitet mit dem US-amerikanischen Unternehmen zusammen an der Entwicklung und Herstellung seines Vakzins Comirnaty.

Strategische Partnerschaft zwischen Lonza und Moderna wird ausgeweitet

Der US-Hersteller Moderna gab bekannt, dass eine Produktionslinie des Schweizer Pharmaunternehmens Lonza in den Niederlanden bald seinen mRNA-Impfstoff produzieren wird. Moderna und Lonza haben schon seit Mai 2020 eine Einigung zur zehnjährigen Zusammenarbeit in der Schweiz erreicht. Dies schloss bisher Produktionsstätten in der Schweiz und den USA ein. Die Kapazitäten in der Schweiz werden ab 2022 nochmals verdoppelt. 

Niedrigere Dosierungen für neue Einsatzgebiete

Die neueste Ausweitung der Produktion in Geelen in den Niederlanden wurde heute bekannt gegeben. Dort sollen ab Ende 2021 bis zu 300 Millionen Impfdosen jährlich produziert werden. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass es sich um die 50ug-Dosen handelt, bisher verimpft werden die 100ug-Dosen mit der doppelten Menge Wirkstoff. Die “halbierten” Dosen sollen zukünftig als Auffrisch-Impfungen gegen neue Virusvarianten eingesetzt werden. Erste Daten zu der neuen Dosierung zeigt, dass Sie hierfür geeignet sind. Auch für Kinder, die möglicherweise keine volle 100ug-Dosis benötigen, sollen die 50ug Dosen eingesetzt werden. 2022 will Moderna so bis zu 3 Milliarden Dosen ausliefern können, dreimal so viel wie 2021. Die Aktie von Moderna legte heute knapp 5% zu./gw