Die meisten Anleger nutzen Investmentprodukte, um auf steigende Bitcoin-Kurse zu setzen. Sie begrenzen ihr Risiko und wissen auch sehr genau, ab wann sie wieder aussteigen. Diese Art der Anlage wird auch Trading genannt. Dabei spielt die fundamentale Entwicklung eher eine untergeordnete Rolle. Momentum und möglichst schnell steigende Kurse stehen an erster Stelle. Oft vollziehen sich diese Anstiege relativ am Ende eines Kursanstieges, weshalb die Methode auch hohe Risiken birgt, weil die Anlagen dann oft schon überbewertet sind. Gegen diese Art der Anlage gibt es dennoch nichts einzuwenden, solange die Händler genau wissen, was sie tun.

Bitcoin ist genau aus dem Grund sehr beliebt. Je steiler die Kurse zulegen, desto mehr Anleger werden angelockt. Doch ein altes Sprichwort besagt bereits: „Der Weise tut das am Anfang, was der Dumme am Ende tut.“ Wenn also eine Aktie, ein Markt oder Bitcoin schon sehr stark gestiegen sind, steigen die Großinvestoren meist schon wieder aus und verkaufen ihre Anteile an die Masse der Privatanleger.

Für einen der besten Anleger aller Zeiten, Peter Lynch, ist eine Aussage in Bezug auf das Investieren von zentraler Bedeutung: „Verstehe, was du besitzt.“ Verstehen wir also was hinter Bitcoin steckt? Kennen wir seinen wahren inneren Wert und seine Risiken? Die meisten Anleger können diese Fragen sicherlich nicht beantworten. Hinzu kommen drei aktuelle Bitcoin-Risiken.

1. Zinsen

Auch, wenn zuletzt mit Omikron eine neue Virusvariante entstanden ist, befindet sich die Pandemie eher auf dem Weg zum Ende. Die amerikanische Zentralbank deutete bereits an, ihr Anleihenankaufprogramm im nächsten Jahr schneller als ursprünglich geplant zu beenden. Auch Zinsanhebungen sind dann nicht mehr ausgeschlossen. Zinsanlagen werden in dieser Phase attraktiver. Somit fließen aus allen anderen Vermögensklassen Gelder ab, was auch für den Bitcoin-Kurs negativ ist.

2. Hacker erbeuten Bitcoin

Nur die wenigsten Menschen besitzen tatsächlich Bitcoin, sondern sie setzen über Produkte auf die Kursentwicklung. Angesichts der Diebstahlrisiken ist diese Entscheidung richtig. So haben Hacker zuletzt von der Bitmart-Plattform Kryptowährungen im Wert von 150 bis 196 Mio. US-Dollar gestohlen. Sie nutzten dabei eine Schwachstelle in der sogenannten Hot-Wallet, die den Investoren den schnellen Bitcoin-Handel ermöglicht.

Eine Strafverfolgung oder gar Anlegerentschädigung ist bei den anonymen Bitcoins kaum möglich, weshalb sie auch für viele kriminelle Zwecke genutzt werden. Solange dieses Risiko nicht ausgeräumt ist, wird Bitcoin als Zahlungsmittel kaum Anerkennung finden.

3. Bitcoin-Blase

Das Warren Buffett und Charlie Munger keine Kryptofans sind, ist kein Geheimnis. Doch auch andere Investoren sehen in Bitcoin „eine der größten Blasen aller Zeiten“. Zu dieser Einschätzung kommt der Investmentmanager Ryan Payne. Und weiter: „Ich glaube, dass diese Blase irgendwann platzen wird. Es wird hässlich.“ Dennoch hält auch er kurzfristig höhere Kurse für möglich, weil immer noch sehr viel Geld auf Bankkonten ruht.

„Am Ende des Tages nutzen wir Bitcoin nicht mehr für kommerzielle Zwecke. Es sind nur mehr Leute, die spekulieren, und ich denke, es ist ganz ähnlich wie beim Platzen der Technologieblase oder bei der Immobilienblase, wo jeder mitmacht“, so Payne.

Die zentrale Frage bleibt also: Kannst du den wahren Bitcoin-Wert berechnen und wie hoch ist er?

Der Artikel Bitcoin: „Eine der größten Blasen aller Zeiten“ ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christof Welzel besitzt keine Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Bitcoins.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst


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