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Bitcoin über 10 000 Dollar: Stimmen zum Höhenflug der Kryptowährung

13:29 Uhr 29.11.2017

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die bekannteste und Ur-Kryptowährung Bitcoin scheint derzeit kein Halten zu kennen. Nach einem Kursanstieg von mehr als 900 Prozent seit Jahresbeginn kostet eine Einheit der Digitaldevise mittlerweile deutlich mehr als 10 000 US- Dollar. Das rückt den Bitcoin an den Finanzmärkten ins Rampenlicht, an Kommentaren kommt kaum ein Experte vorbei. Ein Auszug aus jüngsten Äußerungen:

JEROME POWELL, NOMINIERTER US-NOTENBANKCHEF:

Laut Powell könnten Kryptowährungen längerfristig zum Problem werden, aktuell seien sie dafür aber nicht groß genug. Gefragt nach der jüngst starken Aufwertung des Bitcoin sagte Powell während seiner Senatsanhörung am Dienstag, er habe keine Meinung dazu, welches Kursniveau angemessen sei. Die Notenbank Fed beobachte Kryptowährungen wie den Bitcoin aber genau. Die hinter dem Bitcoin stehende Blockchain-Technologie könnte nützlich für Anwendungen im Zahlungsverkehr sein. "Wir beobachten all diese Technologien."

CLAUDIA BUCH, VIZEPRÄSIDENTIN BUNDESBANK:

"Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, inwieweit es in einem bestimmten Marktsegment zu einer Überbewertung kommt, und ich neige nicht dazu, etwas als Blasenbildung zu bezeichnen, weil das schwer einzuschätzen ist. Die Frage, die uns beschäftigt, ist, ob diese Trends stark über Kredite finanziert werden und ob damit spekuliert wird. Da es kein sehr großes Marktsegment ist, gibt es im Moment wenig Informationen."

VITOR CONSTANCIO, EZB-VIZEPRÄSIDENT

Gefragt nach den Risiken, die aus dem Bitcoin resultieren könnten, sagte Constancio am Mittwoch: "Ich sehe kein großes Risiko." Der Bitcoin sei keine Währung, sondern ein Vermögenswert ("Asset"). Die Anleger glaubten, dass der Kurs weiter steige, aber dazu werde er sich nicht äußern. Für herkömmliche Währungen stelle der Bitcoin kein Risiko dar, er habe kaum Auswirkungen auf die Geldpolitik oder die Finanzstabilität.

JON CUNLIFFE, VIZEGOUVERNEUR BANK OF ENGLAND:

Aus der Sicht Cunliffes ist der Bitcoin keine Währung im klassischen Sinn, weil hinter der der Kryptowährung keine Notenbank steht. Vielmehr sei der Bitcoin eher eine Art Rohstoff.

JOHN BOGLE, GRÜNDER DER INVESTMENTGESELLSCHAFT VANGUARD, DIE DEN ERSTEN ETF AUFLEGTE:

"Vermeidet Bitcoin wie die Pest. Habe ich mich klar ausgedrückt? Bitcoin wirft keine Rendite ab. Anleihen haben einen Zinskupon, bei Aktien gibt es Gewinne und Dividenden, Gold hat nichts davon. Es gibt nichts, was für Bitcoin spricht, außer der Hoffnung, dass man ihn an jemanden für mehr verkaufen kann, als man dafür bezahlt hat. Der Bitcoin kann auf 20 000 Dollar steigen, aber das beweist nicht, dass ich falsch liege. Wenn er auf 100 Dollar fällt, werden wir weiter reden."

/bgf/jkr/oca

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