Die 2009 erstmals auf den Markt gekommene Kryptowährung wird immer beliebter. Ihr Preis schwankt dabei ständig. Für die Produktion von Bitcoin und die Herstellung der für die Transaktionen benötigten Codes ist jedoch eine Unmenge an Energie nötig. Warum das so ist, und wie viel Energie Kryptowährungen tatsächlich verbrauchen, erklären wir.

Wozu brauchen wir überhaupt Bitcoin?

Die Kryptowährung ist die ideale Methode, anonym, kostenlos und in Sekundenschnelle online Transaktionen zu tätigen. Unbefugte Dritte können weder Ihre Aktivitäten beim Online-Shopping von Amazon nachvollziehen, noch Ihre Gewinne bei Sportwetten oder im Online Casino von Mr Green nachverfolgen oder andere finanzielle Geschäfte auszuspionieren. Mit Bitcoins werden besonders sichere Transaktionen ermöglicht.

Wieso verbrauchen Bitcoin überhaupt Energie?

Bei Kryptowährungen wird Elektrizität auf zwei verschiedene Arten gebraucht. Erstens wird Strom für die Durchführung von Transaktionen benötigt. Die zweite Weise ist der Grund für das eigentliche Problem: Bitcoins und Transaktionen von Bitcoins werden mittels eines Blockchain-Prinzip verschlüsselt. Stark vereinfacht geht es dabei darum, dass Computer einen bestimmten Code finden müssen, mit dem die Bitcoins verschlüsselt werden können. Dafür benötigen Sie eine unglaublich hohe Rechenleistung. Diese Rechenleistung verbraucht extrem viel Energie, macht das Bezahlen und das Abheben von Gewinnen mit Bitcoin aber auch so sicher.

Denn der zu findende Code für den Block, ist hochkompliziert. Pro Sekunde werden weltweit 26 Trilliarden Möglichkeiten für einen passenden Code überprüft. Gefunden werden aber nur ein bis maximal zwei geeignete Codes. Dies bedeutet, das die sogenannte Hashing-Operation eine Rechenleistung verbraucht, die auf etwa 300 Kilowattstunden berechnet werden muss, um den Code für eine einzige Transaktion zu finden. Diese 300 Kilowattstunden entsprechen dem monatlichen Verbrauch einer dreiköpfigen Familie.

Rechnet man diesen Stromverbrauch nun auf das ganze Jahr auf, so entspricht das in etwa 57 Terawattstunden. Da damit zu rechnen ist, dass nicht nur der Wert des Bitcoin weiter steigt, sondern auch die Beliebtheit und das Bedürfnis nach Transaktionen und dem Trading mit Bitcoins, so kann davon ausgegangen werden, dass mehr Strom benötigt wird. Es wird erwartet, dass die Transaktion und die Generierung von Codes für Bitcoin im Jahr 2021 dem Energieverbrauch des Landes Österreich entspricht – nämlich 70 bis 80 Terawattstunden.

Abgesehen von Angebot und Nachfrage gibt es noch andere Faktoren, die den Bitcoin-Preis bestimmen. (Bildquelle: Pixabay / geralt)

Warum schwankt der Bitcoin-Preis?

Abgesehen von Angebot und Nachfrage gibt es noch andere Faktoren, die den Bitcoin-Preis bestimmen. Je höher die Nachfrage nach Blocks für Transaktionen ist, desto höher ist auch der Bitcoin-Preis. Der Wert und der Preis des Bitcoins hängen jedoch nicht mit dem Stromverbrauch zusammen. Ob sich für Miner, also diejenigen, die nach den Codes suchen und sie “abbauen”, das Minen lohnt, hängt vom Strompreis ab.

Die Umweltverschmutzung durch Bitcoin

70 Prozent der Miner, die nach Bitcoins oder Code minen (dt.: schürfen), sind in China ansässig. Das Land wird energetisch hauptsächlich durch Kohle und Atomkraft betrieben. 22 Megatonnen Kohlenstoffdioxid werden dabei jährlich allein von der von ihnen verbrauchten Elektrizität in die Luft ausgestoßen. Diese Menge entspricht der Umweltverschmutzung der Stadt Hamburg, in der 1,8 Millionen Menschen leben.

Die Branche ist sich ihres CO2-Abdrucks durchaus bewusst und versucht auch wegen der Kostenreduzierung auf grünen Strom umzustellen. Daher ziehen viele Miner in Länder wie Island oder Norwegen, die größtenteils ihre Stromproduktion auf Wind- oder Wasserkraft umgestellt haben. Dort lässt sich für die Miner ein Großteil der Kosten senken, die sie für das Finden von Codes benötigen.

Besonders Norwegen ist beliebt, da es in der dort gelegenen Lefdal-Mine sehr kühl ist und hohe Stromkosten für die der Herunterkühlung der Prozessoren der Rechner gespart werden können. Auch das nahe gelegene Wasserkraftwerk lässt sich nutzen, um den Strom nicht nur grün, sondern auch lokal und in der Region zu produzieren. Daher kann gesagt werden, dass der Energieverbrauch in der Branche zwar sehr hoch ist, jedoch auch viel getan wird, um den Stromverbrauch zu senken.

Bildquelle: Pixabay / MichaelWuensch

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