Die Nachfrage nach Halbleiterprodukten bleibt trotz wirtschaftlichem Rückgang und Stagflationsszenario hoch. Die strukturellen Unterkapazitäten, die durch massive Investitionen in die Chipindustrie in Zukunft behoben werden sollen, stehen frühestens 2024 zur Verfügung. Doch dies setzt voraus, dass die neuen Kapazitäten auch noch mit dem Edelgas Neon versorgt werden können. Das steht längst zu Disposition, denn ca. 50% des für die Chipproduktion benötigten Neon stammt aus der Ukraine. Doch eine Produktion von Neon findet durch den Krieg dort in keinem nennenswerten Umfang mehr statt und die noch vorhandenen Vorräte dürften in Kürze aufgebraucht sein. Damit dürften zwar theoretisch neue Produktionsanlagen das Angebot ausweiten, durch fehlenden Zugang zum Edelgas Neon, wird diese Produktion aus heutiger Sicht aber nicht stattfinden können.

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Quelle: derfinanzinvestor.de