Dank Krypto-König Bitcoin sind nun auch Blockchain-Aktien wieder in den Fokus gerückt. Das klingt logisch. Denn schließlich ist es die Blockchain, die den Bitcoin zum Fliegen bringt.

Richtig? Ja und Nein!

Was für Bitcoin fabelhaft funktioniert, muss nicht unbedingt auch bei anderen Projekten einen Vorteil bringen. Das hat offenbar auch IT-Klassiker IBM (WKN: 851399) gemerkt. Still und heimlich wurde dort das Blockchain-Team quasi aufgelöst.

IBM gibt auf

Die IBM-Aktie ist nicht gerade eine IT-Wachstumsaktie der neuen Schule. Der Klassiker steht auf Sicht von 10 Jahren mit 25 % im Minus (Stand: 09.02.2021).

Sparmaßnahmen kommen bei dieser Leistung nicht überraschend. Womöglich ist das hauseigene Blockchain-Team einfach nur dem Rotstift zum Opfer gefallen. Etwa 100 Personen sollen einst bei IBM an der Software-Innovation geforscht haben.

Es ist aber ebenso gut möglich, dass IBM erkannt hat, dass das mit der Blockchain ein Rohrkrepierer wird. Wer sich technisch näher mit dem Thema befasst hat, dürfte sich darüber nicht wundern.

Norwegischer Lachs auf der Blockchain. Bananen auf der Blockchain. Überhaupt alles auf der Blockchain. Das klingt nach Zukunft, Digitalisierung und Big Data.

In Wahrheit ist eine Blockchain nichts weiter als eine extrem ineffiziente Datenbank. So eine Lösung wählt man nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Was für Bitcoin funktioniert, muss nicht für Bananen funktionieren

Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto hat sich für eine Blockchain-Lösung entschieden. Das war der Preis für ein dezentrales Netzwerk, das nicht auf das Vertrauen einzelner Teilnehmer untereinander angewiesen sein sollte.

Das Bitcoin-Netzwerk ist eine ziemlich runde Sache. Vor allem deshalb, weil alle Informationen von jedem Teilnehmer verifiziert werden können.

Dieser Vorteil zerbricht in 1.000 Stücke, wenn eine Blockchain mit nicht-virtuellen Gegenständen verdrahtet wird. Ob in der Lagerhalle in Buenos Aires tatsächlich so viele Bananen lagern, wie es auf der Bananen-Blockchain verzeichnet ist, kann ich in London niemals zweifelsfrei verifizieren.

Ob IBM diese Probleme erkannt und deshalb das Blockchain-Team aufgelöst hat? Man weiß es nicht.

Es würde allerdings für die IBM-Aktie sprechen. Denn die Ressourcen des Unternehmens wären aus meiner Sicht bei anderen Projekten deutlich besser aufgehoben.

Von Blockchain-Aktien lasse ich lieber die Finger

Für Blockchain-Aktien gilt genau das, was auch für andere Aktien gilt: Kaufe nichts, was du nicht verstehst.

Eingefleischte Software-Entwickler haben beim Thema Blockchain naturgemäß die Nase vorn. Die riechen den Braten sofort und investieren ihr sauer verdientes Geld lieber woanders.

Liebend gern würde ich mehr in Biotechnologie investieren. Leider verstehe ich gar nichts davon. Ist das schlimm? Nein! Der Aktienmarkt ist riesig. Hier findet jeder seine Bestimmung.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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