Die neuesten Zahlen zum ersten Halbjahr der Autoindustrie lassen das Herz der BMW-Anleger höherschlagen: Der Trend zu teuren Autos spielt BMW in die Karten und die Umsatzrendite ist so hoch wie bei sonst keinem in der Branche.

Autoindustrie verdient so viel wie nie zuvor

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens EY läuft es für die Autoindustrie so gut wie nie zuvor, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Im ersten Halbjahr von 2021 wurde in der Autoindustrie operativ so viel Geld verdient, wie noch nie. Demnach haben die 16 größten Autokonzerne in den ersten sechs Monaten des Jahres Betriebsgewinne von insgesamt 71,5 Milliarden Euro eingefahren. Im vergangenen Jahr war es durch die Folgen der Corona-Pandemie zum gleichen Zeitpunkt noch ein Minus von rund 4 Milliarden Euro.

Trend zu hochpreisigen Fahrzeugen

Besonders auffällig sei laut dpa, dass die Firmen ihre Betriebsgewinne steigern, obwohl der Verkauf noch unter dem Vor-Corona-Niveau liege. Einer der Gründe für die dennoch positive Entwicklung sei der Trend zu teuren und großen Modellen, sagt EY-Branchenexperte Peter Fuß in einem Beitrag von dpa. Durch den Chipmangel konzentriere man sich eher auf margenstarke Fahrzeuge.

Davon profitiert laut dem Bericht ganz besonders BMW mit einer operative Umsatzrendite von 14,5 Prozent. Damit arbeitet der Konzern so profitabel wie kein anderer Autohersteller in der Erhebung. Auf Platz zwei landet Daimler mit 12,9 Prozent.

X5 mit Wasserstoffantrieb

In der BörsenNews Community freut man sich auf die wasserstoffbetriebene Alternative von BMW: den BMW iX5 Hydrogen. Ab Ende nächsten Jahres soll der Wagen für ausgewählte Kunden verfügbar sein, schreibt “Auto, Motor & Sport”. Auch wenn der iX5 Hydrogen vorerst nicht in Masse produziert werden soll, will das Unternehmen sich in Zukunft weiterhin auf Antriebsalternativen konzentrieren. Grund für die zunächst kleine Produktion sei der Mangel an geeigneten Tankstellen und grünem Wasserstoff, so die Automobil Zeitschrift

Die BMW-Aktie

Die letzten Monate verlangten auch den BMW-Anlegern starke Nerven ab. Zu Beginn der Corona-Pandemie fiel der Kurs der BMW-Aktie auf rund 45 Euro und kämpfte sich seitdem wieder nach oben. Nachdem der Kurs Anfang Juni das neue 52-Wochen-Hoch erreichte bei 96,39 Euro, fiel die Aktie im August wieder auf 77 Euro. Aktuell ist der Anteilsschein rund 80 Euro wert.

Die Anleger im BörsenNews-Forum glauben fest an einen Anstieg der BMW-Aktie, sehen aber auch Verbesserungspotenzial: “Nur müsste BMW mehr PR betreiben mit ein wenig Aktion für ihr Wasserstoff Auto wie Tesla mit dem cyber truck, dann gäbe es auch hier ein Raketenstart”, schreibt Nutzer BieneMaja. 

Und auch Nutzer Raketenstation geht es nicht schnell genug: “Der Kurs ist immer noch viel zu niedrig die wurden echt übertrieben abverkauft in den letzten Wochen wobei alle die neuen Modelle bis ins nächste Jahr ausverkauft sind. Wir müssen uns eher mal wieder Richtung 90 orientieren, die Analysten haben auf Kursziel im dreistelligen Bereich vorhergesagt. Und mit der Wasserstoff Flotte nächstes Jahr ist eh ganz viel Potenzial”. 

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