Toulouse/Chicago (dpa) - Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Boeing hat seine Rolle als weltgrößter Flugzeugbauer vor seinem europäischen Rivalen Airbus im vergangenen Jahr nur noch knapp verteidigen können.

Der US-Konzern lieferte insgesamt 806 Verkehrsflugzeuge aus, wie er am Dienstag in Chicago mitteilte. Airbus kam nach eigenen Angaben wie geplant auf 800 Maschinen. Boeing verfehlte dabei das selbst gesetzte Ziel, 810 bis 815 Flugzeuge an seine Kunden zu übergeben.

Während die Amerikaner ihre Auslieferungen im Vergleich zu 2017 um mehr als 40 Maschinen steigerten, legte Airbus um gut 80 Jets zu. Die Europäer hatten dabei wegen Problemen bei Triebwerkszulieferern mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Unterdessen meldete Boeing 893 Bestellungen für neue Flugzeuge. Stornierungen sind dabei bereits herausgerechnet. Airbus will seine kompletten Auslieferungs- und Auftragszahlen am Mittwoch nach Börsenschluss veröffentlichen.