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Börse Stuttgart-News: 4X report

15:59 Uhr 15.02.2019

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Auslandsmarktbericht der Börse Stuttgart

Aktienmärkte gut erholt - Fossil enttäuscht die Marktteilnehmer - Softbank, Airbus und Nestle

im Plus

Der amerikanische Aktienmarkt konnte sich von der zwischenzeitlichen Schwäche zum Wochenende

hin wieder erholen. Nachdem der Dow Jones die Marke von 25.000 Punkten getestet hatte, ging es

wieder bergauf. Zur Wochenmitte konnte der Index bei 25.543 Punkten schließen. Gegenüber der

Vorwoche bedeutet dies einen Gewinn von 150 Punkten. In dieser Woche wurden die

Quartalsberichte aus dem Einzelhandel veröffentlicht. Am Dienstag legte der Hersteller von

Sportsbekleidung Under Armour ( WKN: A0HL4V ) die Zahlen des vergangenen Quartals vor. Im

Dezember hatte man bereits die Erwartungen nach unten geschraubt, so dass es nun möglich war,

die Schätzungen der Marktteilnehmer zu überbieten. Für das Quartal gingen die Analysten von

einem Gewinn von vier Cent aus, erreicht wurden aber neun Cent bereinigt um Sondereinflüsse.

Die Aktie kletterte daraufhin um über drei Prozent. Am Mittwoch nach Handelsende gab der

Uhrenhersteller Fossil ( WKN: A1W0DE ) die Zahlen bekannt. Im abgelaufenen Quartal verdiente

Fossil 0,94 Dollar und damit deutlich weniger als die erwarteten 1,09 Dollar. Auch der Umsatz

fiel mit 787 Millionen Dollar niedriger aus. Die Marktteilnehmer zeigten sich ziemlich

enttäuscht. Im nachbörslichen Handel am Mittwoch und vorbörslich am Donnerstag wurde die Aktie

mit erheblichen Abschlägen gehandelt. Zur Mittagszeit am Donnerstag wird die Aktie bei 11,60

Euro in Stuttgart gehandelt und damit rund 18 Prozent tiefer als der Schlusskurs vom Mittwoch.

Die Börse in Tokyo zeigte sich in dieser Woche von der positiven Seite und der Nikkei 225 stieg

um 388 Zähler und schloss bei 21.139 Punkten. Von dem positiven Effekt des

Aktienrückkaufprogrammes konnte SoftBank ( WKN: 891624 ) auch in dieser Woche profitieren und

nachdem sie in der letzten Woche schon fast 17 Prozent angestiegen ist, legte die Aktie in

dieser Woche nochmals mehr als acht Prozent zu. Auch der Aktienkurs von Sony Corp. (WKN:

853687) profitierte von einem Rückkaufprogramm in der Höhe von knapp über 800 Millionen Euro.

Es war das erste Programm dieser Art von Sony überhaupt und überraschte die Marktteilnehmer

sehr positiv. Die Aktie konnte sich von ihrem Jahrestief von letzter Woche wieder klar

entfernen und gewann fast sieben Prozent hinzu.

An diesem Donnerstag legten gleich mehrere Schwergewichte ihr Zahlenset vor, darunter die zwei

Schweizer Credit Suisse ( WKN: 876800 ), Nestlé ( WKN: A0Q4DC ) und der europäische

Flugzeughersteller Airbus ( WKN: 938914 ). Nachdem die Jahresabschlüsse der beiden Schweizer

Konkurrenten UBS ( WKN: A12DFH ) und Julius Bär ( WKN: A0YBDU ) die Anleger enttäuschten, konnte

Credit Suisse, die Nummer Zwei der Schweiz, ein solides Ergebnis vorweisen. Wie bei den anderen

Banken war das vierte Quartal sehr schwierig, trotzdem konnte für das Gesamtjahr ein

Vorsteuergewinn von 3,41 Milliarden Franken und ein Reingewinn von 2,06 Milliarden ausgewiesen

werden, nach einem Verlust von 983 Millionen Franken im Jahr 2017. Im vierten Quartal lag der

Reingewinn bei 292 Millionen Franken, hier musste die Bank im Vorjahr noch einen Verlust von

2,13 Milliarden Franken ausweisen. Damit wurden die vorherigen Schätzungen übertroffen und die

Aktie lag zu Börsenbeginn mit zwei Prozent im Plus, allerdings bröckelte dieser dann auch

wieder ab. Hier lohnt auch noch einer Blick nach Frankreich: Auch an diesem Morgen legte die

französische Credit Agricole ( WKN: 982285 ) ihren Zahlenkranz vor und konnte den Überschuss im

Gesamtjahr auf 4,4 Milliarden Euro steigern, allerdings hatten auch die Franzosen mit einem

schwierigen vierten Quartal zu kämpfen, nach einem guten Start in den Handel musste dann auch

diese Aktie Federn lassen.

Einen satten Gewinn konnte auch der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus vorweisen. Nachdem

bereits im Vorfeld immer wieder Gerüchte um eine Einstellung des A380 kursierten, ist dies nun

Gewissheit. Auch die Probleme des Militärtransporters A400M wurden immer wieder thematisiert,

allerdings hinderte dies das Unternehmen nicht daran, den Gewinn um 29 Prozent auf nun 3,05

Milliarden Euro, bei einem Umsatz von 63,7 Milliarden Euro, zu steigern. Eingerechnet sind hier

die Sonderbelastungen von 900 Millionen Euro, die durch den A380 und den A400M verursacht

wurden. Die Anleger zeigten sich begeistert und die Aktie stieg am Morgen um gut fünf Prozent.

Und auch die Zahlen des Nahrungsmittelherstellers Nestlé kamen am Markt gut an. Das organische

Wachstum lag im Gesamtjahr bei drei Prozent und konnte im vierten Quartal im Vergleich zum

Vorquartal wieder an Fahrt aufnehmen. Und auch die Gewinnmarge konnte gesteigert werden auf nun

17 Prozent. In Zahlen bedeutet das einen Reingewinn von 10,1 Milliarden Franken, allerdings

wurde dieser von mehreren Einmaleffekten positiv beeinflusst. Und nicht nur der CEO Mark

Schneider zeigte sich zufrieden, sondern auch die Investoren, die die Aktie auf einen Höhenflug

mit einem Kursplus von drei Prozent schickten, resümierte Sven Nemela von der Baader Bank AG

in Stuttgart.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und

Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung

für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem

Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe

Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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