BREMEN (dpa-AFX) - Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) sieht anders als Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) keine Notwendigkeit für eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz vor Weihnachten. "Mit dieser wäre unweigerlich die Erwartung weiterer gravierender Verschärfungen verbunden, etwa eine Schließung des Einzelhandels und Ausgangsbeschränkungen. Dafür gibt es aber keinen Grund", sagte Bovenschulte am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Bremen.

Für den Fall, dass die Zahlen wieder stiegen, sei es natürlich möglich, die Maßnahmen an der einen oder anderen Stelle noch einmal zu verschärfen, etwa indem die geplanten Lockerungen über die Weihnachtstage und zur Jahreswende zurückgenommen würden. "Derzeit sehe ich das aber nicht", so Bovenschulte.

Mit Blick auf das Infektionsgeschehen in Bremen und Norddeutschland sah der SPD-Politiker keinen Anlass, vom Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie fundamental abzuweichen. "Die Inzidenz ist auch in Bremen immer noch zu hoch, sinkt aber seit einem Monat kontinuierlich." Die Hansestadt hatte am 7. November rund 255 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Am Sonntag waren es 116,8./hr/DP/nas