Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) oder BP (WKN: 850517) sind von einer Problemlage zugegebenermaßen weit entfernt. Die Ölpreise befinden sich weiterhin auf einem sehr bequemen Niveau. Über der Marke von 60 US-Dollar je Barrel Brent gibt es eine Menge Spielraum und womöglich sogar einen Puffer, der gegenwärtig hohe Gewinne und freie Cashflows ermöglicht.

Nach einem schwierigen Jahr 2020 ist das jetzt eine Phase des Durchatmens. Trotzdem wäre es für die Öl-Akteure natürlich umso besser, wenn die Notierungen von Brent und WTI weiterhin ansteigen. Über 70 US-Dollar je Fass könnten die Bilanzen weiter aufgehübscht und freie Mittel für Investitionen, Dividenden oder auch andere Dinge eingefahren werden.

Aber können die Ölpreise jetzt überhaupt noch weitersteigen? Eine interessante Fragestellung, die wir heute aus einer Foolishen Perspektive heraus beantworten wollen.

Ja, die Ölpreise können weiter steigen!

Grundsätzlich gilt: Natürlich können die Ölpreise weiter steigen. Sowohl kurzfristig als auch langfristig sind verschiedene Szenarien möglich, die einen Anstieg der Notierungen auslösen können. Manchmal sogar überraschend, so wie zuletzt die Blockade des Suez-Kanals.

Unfreiwillig hat ein Frachter die Route versperrt und dabei die Versorgung mit dem schwarzen Gold etwas verzögert. Auch das führte zu einem Anstieg der Notierungen von Brent und WTI. Unsicherheit im Markt fossiler Brennstoffe geht regelmäßig mit Preiserhöhungen einher.

Aber es könnte auch andere Gründe geben: Die Nachfrage nach Öl könnte weiterhin ansteigen, was ein positives Szenario für den gesamten Ölmarkt wäre. Damit würde eine nachhaltige Erholung einsetzen, die Brent und WTI zumindest auf dem aktuellen Niveau stabilisieren könnten. Auch das könnte zumindest den Weg für steigende oder stagnierende Notierungen ermöglichen.

Die OPEC+ gibt sich außerdem weiterhin diszipliniert. Aber auch mit einem gewissen Überraschungspotenzial. Das führt dazu, dass es eine grundlegende Skepsis geben könnte, wie es mit Öl und entsprechend auch Öl-Aktien wie Royal Dutch Shell, BP oder anderen Akteuren weitergeht.

Es gibt auch eine Kehrseite …

Wenn wir noch einen Moment bei der OPEC+ bleiben, so hat es hier zuletzt eine Überraschung gegeben. Das Öl-Kartell hat eine Erhöhung der Förderquoten beschlossen. Im Rahmen des inzwischen monatlichen Briefings haben die Akteure verkündet, dass die Förderung in den Monaten Mai, Juni und Juli zwischen 350.000 und 400.000 Barrel pro Tag erhöht wird. Wobei das zugegebenermaßen ein moderater Erhöhungsschritt ist.

Trotzdem zeigt das, dass die OPEC+ für den Ölmarkt noch ein Überraschungspotenzial besitzt. Sowie ein Angebotspotenzial, das künstlich aus dem Markt genommen ist. Das könnte Druck auf die Notierungen von Brent und WTI aufbauen.

Zudem existieren Faktoren wie die US-Schieferölproduktion oder auch volle Lagerbestände, die ebenfalls Druck ausüben könnten. Dass Brent und WTI außerdem über 60 US-Dollar je Fass notieren, ist ein hohes Preismaß. Das könnte das Aufwärtspotenzial zumindest ausbremsen.

Öl: Es gibt verschiedene Argumente

Wie wir daher letztlich sehen können, gibt es im Markt des Öls derzeit viele unterschiedliche Entwicklungen. Steigende Notierungen können eine Folge sein, aber auch fallende Preise für Brent und WTI. Für den Moment gilt jedoch, dass sich die Notierungen auf einem bequemen Maß von über 60 US-Dollar je Fass eingependelt haben. Für Royal Dutch Shell, BP und andere Akteure dürfte das weiterhin für einen besseren Zeitraum sorgen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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