NOVA GORICA (dpa-AFX) - Tausende Einsatzkräfte haben die seit gut einer Woche tobenden Brände im slowenischen Karstgebiet eingedämmt. Am Montag verblieben nur mehr noch 240 Feuerwehrleute in der Region, um die Situation zu beobachten, berichtete die Nachrichtenagentur STA. Nach diesen Angaben zerstörten die Flammen fast 4000 Hektar an Vegetation. Über den Schaden an Gebäuden in den betroffenen Dörfern lagen zunächst keine Angaben vor.

Staatspräsident Borut Pahor dankte am Montag den Regierungen jener Länder, die Löschflugzeuge und Helikopter zur Brandbekämpfung nach Slowenien geschickt hatten. STA zufolge handelte es sich um Kroatien, Österreich, Italien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Serbien.

Die Löschung aus der Luft hatte auch deshalb eine zentrale Rolle eingenommen, weil in den unzugänglichen Karstgebieten noch viele Blindgänger und Minen aus dem Ersten Weltkrieg herumliegen. Im Isonzo-Tal und in den Julischen Alpen hatten sich Österreich-Ungarn und Italien einen erbitterten jahrelangen Stellungskrieg geliefert. Der Großteil des damaligen Kampfgebiets liegt im heutigen Slowenien.

Die besser zugänglichen Teile des Karsts (slowenisch: Kras) sind bei Wanderern beliebt. Das Hochplateau im Westen Sloweniens ist durch Wälder, Wiesen, unterirdische Flüsse und Höhlen geprägt./gm/DP/nas