BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Wohnungswirtschaft beklagt sich verschlechternde Aussichten für den Bau günstiger Wohnungen in Deutschland. Der Branchenverband GdW machte dafür am Dienstag in Berlin stetig steigende Kosten verantwortlich, bedingt sowohl durch verschärfte Regulierung und strengere Bauvorschriften als auch durch die Verteuerung von Baustoffen. GdW-Präsident Axel Gedaschko sprach von einer "fatalen Entwicklung". Zwischen 2010 und 2020 seien die durchschnittlichen Kosten für den Bau einer neuen Wohnung von 204 000 auf 284 000 Euro gestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden demnach deutschlandweit 306 000 Wohnungen fertig gestellt. Darunter waren aber nur 30 000 Sozialwohnungen, weniger als 40 Prozent des Bedarfs von 80 000 im Jahr, wie Gedaschko sagte. 2020 gab es demnach noch 705 000 Sozialwohnungen in Deutschland, 1,2 Millionen weniger als 2002. "Das ist die Tabelle des Grauens", sagte der GdW-Präsident dazu.

Der GdW vertritt rund 3000 Wohnungsunternehmen mit sechs Millionen Wohnungen. Darunter sind viele Genossenschaften, und kommunale Gesellschaften mit günstigen Mieten./cho/DP/jha