POTSDAM (dpa-AFX) - Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) befürchtet angesichts der steigenden Energiepreise, dass "harte Monate" auf die Menschen zukommen werden. Eine "soziale Katastrophe" müsse verhindert werden, sagte er am Dienstag bei Radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg. "Wir müssen nicht nur mit den Menschen drüber reden, was passiert. Sondern wir müssen auch heute schon die Lösungen entwickeln, die ihnen helfen, über diese schwierige Zeit zu kommen."

Woidke führte weiter aus: "Es werden harte Monate, speziell der Winter, und die Zahlen liegen heute schon auf dem Tisch - also alleine durch die Gaspreissteigerungen in den letzten Monaten ist jetzt schon klar, dass viele Menschen deutlich mehr als ein Nettogehalt bezahlen werden müssen an Nachzahlung für die Betriebskosten in ihrer Wohnung."

Der Regierungschef begrüßte zudem den Dialog von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Arbeitgebern und Gewerkschaften. Es sei eine gemeinsame Kraftanstrengung nötig, um dafür zu sorgen, dass "sich das Ganze nicht zu einer sozialen Katastrophe ausweitet". Scholz war am Montag mit Sozialpartnern und weiteren Kabinettsmitgliedern zusammengetroffen. Es war der Auftakt der von Scholz initiierten konzertierten Aktion gegen die Inflation./mow/DP/mis