An den Devisenmärkten kristallisierten sich zuletzt einige interessante Konstellationen heraus. Im Fokus steht derzeit unter anderem das Britische Pfund, das maßgeblich von den aktuellen Entwicklungen im politischen London beeinflusst wird. Vor allem gegen den Euro gibt es ein eindrucksvolles Comeback zu beobachten, doch auch gegen den US-Dollar initiierte das Britische Pfund eine Erholung. Während das Britische Pfund seine Leidenszeit zumindest temporär beendet zu haben scheint, geht dem Japanischen Yen derzeit offenkundig mehr und mehr die Puste aus. Die jüngsten Verluste des JPY gegen den US-Dollar, aber auch gegen den Euro dokumentieren dies.

Wir möchten uns an dieser Stelle auf die beiden Währungspaare EUR/GBP und USD/JPY konzentrieren und bleiben gleich bei USD/JPY.

In den letzten Wochen profitierte der Japanische Yen ganz maßgeblich von seiner Eigenschaft als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Im Ergebnis wurde der US-Dollar auf knapp 104,5 JPY gedrückt. Bis vor kurzem hatte der Greenback erhebliche Schwierigkeiten, eine signifikante Erholung gegen den Yen zu initiieren. Die charttechnischen Widerstände im Bereich von 106,2 JPY bzw. 106,7 JPY limitierten diese Versuche. Doch der Stimmungsumschwung an den Finanzmärkten manifestiert sich nun auch an den Devisenmärkten. Aktuell sind Investoren wieder gewillt, mehr Risiko in Kauf zu nehmen, um Rendite zu erzielen. Die aktuelle Korrektur beim Gold passt da ins Bild.

Aus US-Dollar-Sicht wird es insbesondere in der nächsten Woche spannend. Das FOMC (Federal Open Market Committee) der US-Notenbank wird am 17.09. und 18.09. zu seinen zweitägigen Beratungen zusammenkommen. Den Märkten wird dann am kommenden Mittwoch die Leitzinsentscheidung kommuniziert. Noch heute (11.09.) werden die wichtigen US-Erzeugerpreise erwartet. Morgen folgen dann die noch wichtigeren US-Verbraucherpreise. Kommen wir auf USD/JPY zurück. Mit dem Ausbruch über die 107,2 JPY hat sich der US-Dollar nun weiteres Aufwärtspotential erschlossen. Im Idealfall läuft er nun bis in den Bereich von 109,0 JPY. Hier wartet dann allerdings eine harte Nuss. Einen Rücksetzer unter die 106,7 JPY oder gar unter die 106,2 JPY gilt es hingegen zu vermeiden. Schauen wir auf EUR/GBP.

Das Britische Pfund konnte sich gegen den Euro zuletzt freischwimmen. Vor allem neue Hoffnungen, den ungeregelten Brexit doch noch verhindern zu können, aber auch vergleichsweise robuste britische Konjunkturdaten kreierten für das Britische Pfund eine positive Gemengelage. Mittlerweile hat sich EUR/GBP bereits deutlich vom August-Hoch jenseits der 0,93 entfernt. Der Chart zeigt zudem, dass - sollten die 0,89 GBP nicht halten - es für den Euro durchaus noch eine Etage tiefer gehen könnte. Selbst eine Fortsetzung der Korrektur bis in den Bereich von 0,868 GBP wäre in diesem Fall nicht auszuschließen. Auf massiven Widerstand trifft die Gemeinschaftswährung im Bereich von 0,90 und 0,91 GBP.

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