Frankfurt/London (dpa) - Medienberichte über eine mögliche Verschiebung des für Ende März geplanten Brexits haben dem britischen Pfund weiter Auftrieb verliehen und den Kurs im Handel mit dem Euro auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren steigen lassen. Am Dienstag stieg der Kurs im Vormittagshandel bis auf 1,1621 Euro, so hoch wie seit Mai 2017 nicht mehr.

Auch im Handel mit dem US-Dollar legte das Pfund zu und stieg bis auf 1,3208 Dollar. Bereits in der Nacht zum Dienstag hatte die britische Währung spürbar zugelegt. Mehrere Medien hatten berichtet, dass Premierministerin Theresa May eine Verschiebung des Brexit-Termins erwäge. Hinzu kommt, dass die oppositionelle Labour-Partei ihre Unterstützung für ein zweites Brexit-Referendum angekündigt hat.

Unterdessen leitete die Bank of England Vorsichtsmaßnahmen zum Brexit in die Wege. Den Geschäftsbanken des Königreichs werde im Rahmen langfristiger Kreditgeschäfte zusätzliche Liquidität zur Verfügung gestellt, teilte die Notenbank am Dienstag mit. Die Kreditgeschäfte werden von Mitte März bis Ende April wöchentlich anstatt monatlich angeboten.