SCHÖNEFELD (dpa-AFX) - Der neue Hauptstadtflughafen BER wird in einigen Jahren wieder zur Baustelle. Denn der Bund hält am Bau eines repräsentativen Regierungsterminals in Schönefeld fest, wie aus einer Antwort des Bauministeriums auf eine Anfrage der FDP hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Am BER soll auch die Flugbereitschaft der Bundesregierung zusammengezogen werden, die bislang neben Schönefeld die Standorte Köln und Berlin-Tegel nutzt.

Voraussichtlich bis 2032 könnten die Hangars für die Flugbereitschaft samt Vorfeld und Büros fertig und übergeben werden, erklärte Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle. Spätestens 2035 könnte das neue Terminal mit dem Protokollbereich in Betrieb gehen, wo Staatsgäste empfangen werden.

Eigentlich sollte das Regierungsterminal, ein Flachbau aus Holz und Glas, schon 2011 fertig sein. Wie der neue Hauptstadtflughafen verzögerte sich aber auch dieses Projekt. Weil die BER-Verantwortlichen Platzprobleme fürchteten, hat der Bund vorübergehend auf den vorgesehenen Standort verzichtet.

Dafür wurde an anderer Stelle auf dem BER-Gelände ein Abfertigungsgebäude gebaut, in dem Deutschlands Staatsgäste seit Oktober übergangsweise einchecken. Immer wieder gibt es Forderungen, dass der Bund dieses rund 70 Millionen Euro teure Interimsgebäude dauerhaft nutzt./bf/DP/zb