NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Arbeitsmarkt gilt als einer der großen Stabilitätsanker in der Corona-Krise. Der Frage, ob er das auch weiterhin sein kann, geht die Bundesagentur für Arbeit in ihrer April-Statistik nach, die sie am Donnerstag (10.00 Uhr) in Nürnberg vorstellt. Sitchtag für die Erhebung der Daten war der 13. April.

Die Volkswirte erwarten auch im April stabile Zahlen, vermutlich aber mehr Arbeitslose als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Der April 2020 war der erste Monat, in dem der pandemiebedingte Lockdown der ersten Welle voll gegriffen hatte. Damals lag die Zahl der Arbeitslosen bei 2,643 Millionen. Im März 2021 waren 2,827 Millionen in Deutschland ohne Job.

Die große Stütze des Arbeitsmarkts ist gegenwärtig die Kurzarbeit. Weil diese länger als erwartet finanziert werden muss und die Zahl der Kurzarbeiter im Jahresschnitt nicht wie zunächst prognostiziert bei 700 000 liegen wird, sondern bei 1,6 Millionen, braucht die Bundesagentur deutlich mehr Geld. Die Aufstockung von 6 auf 12,5 Milliarden Euro aus dem Februar reicht nicht aus - nach neuesten Berechnungen werden 20 Milliarden Euro gebraucht./dm/DP/jha