BERLIN (dpa-AFX) - Wegen des anhaltenden Kriegs in der Ukraine stellen sich mehrere Bundesländer auf die Ankunft von mehr Flüchtlingen ein. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann rechnet in den kommenden Tagen und Wochen mit der Ankunft von bis zu 50 000 ukrainischen Flüchtlingen in seinem Bundesland. "Wenn es weniger werden sollten, ist es sicherlich kein Schaden. Aber darauf müssen wir uns einstellen", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in München. Zur Aufnahme der Menschen sollen unter anderem zusätzliche Plätze in der Anschlussunterbringung wie auch bei den Übergangswohnheimen geschaffen werden.

Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) sprach am Mittwoch von einem "unglaublichen sprunghaften Anstieg" bei der Zahl der ankommenden Menschen in der Hauptstadt. Der Senat hatte angekündigt, Plätze für zunächst 20 000 Flüchtlinge zu schaffen. Mecklenburg-Vorpommern erhöht die Kapazität in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Mehrere niedersächsische Landkreise richteten Notunterkünfte ein.

Das Bundesinnenministerium zählte zuletzt 5000 registrierte Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland. Da an den EU-Binnengrenzen keine Grenzkontrollen stattfinden, könnte die Zahl aber schon wesentlich höher sein./vrb/DP/eas