BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien unterstrichen, verweist aber auch auf noch mögliche Corona-Risiken. "Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Nach allem, was Kinder in der Pandemie durchmachen mussten, sei es sehr zu wünschen, dass nach den Ferien wie vorgesehen überall wieder Präsenzunterricht möglich sei.

Auch angesichts der ansteckenderen Delta-Virusvariante habe man es aber "nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun", sagte Seibert. Das Geschehen sei den Sommer über genau zu beobachten. "Natürlich ist es nicht auszuschließen, dass es lokal zu größeren Infektionsausbrüchen kommt, auf die dann auch zu reagieren wäre." Der Blick nach Großbritannien und Portugal zeige, wie auch bei sehr positiver Entwicklung durch die Delta-Variante wieder Infektionen in großer Zahl entstehen könnten.

Die Bundesregierung verwies zudem auf ein Mitte Juni gestartetes Förderprogramm für den Einbau von Luftfilteranlagen für Kitas und Schulen, in denen Kinder bis 12 Jahre betreut werden. Der Bund übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten./sam/DP/mis