LEBACH (dpa-AFX) - Im Saarland werden nun auch von Bundeswehrsoldaten in einer Kaserne Corona-Schutzimpfungen verabreicht. In Lebach sei am Montag das bundesweit erste von der Bundeswehr betriebene Impfzentrum gestartet, sagte der Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Martin Schelleis. "Das Besondere heute hier ist: Es ist das erste, das auch auf einer Bundeswehr-Liegenschaft betrieben wird." Der Standort könnte Vorbild sein für mögliche andere Impfzentren der Bundeswehr in Deutschland.

In der eigens umgebauten Sporthalle der Graf-Haeseler-Kaserne sollten am ersten Tag zunächst rund 100 Personen geimpft werden. Bei ausreichender Verfügbarkeit von Impfstoff seien rund 300 Impfungen pro Tag möglich. Für den Betrieb sind etwa 30 Soldaten zuständig. Darunter ist medizinisches Fachpersonal vom Sanitätsunterstützungszentrum im rheinland-pfälzischen Cochem sowie Soldaten der Luftlandeaufklärungskompanie 260 in Lebach. Das Impfzentrum ist insgesamt das vierte im Saarland.

Errichtet wurde es auf Antrag des saarländischen Gesundheitsministeriums. Die Termine für die Saarländer, die in Lebach gegen Corona geimpft werden, werden ebenfalls über das zentrale Online-Buchungssystem oder über die Telefon-Hotline vergeben.

Im Kampf gegen Covid-19 unterstütze die Bundeswehr im Saarland nicht nur mit Personal und Material, sondern nun auch mit Infrastruktur, sagte der Kommandeur des Landeskommando Saarland, Oberst Matthias Reibold, in Lebach. Die Bundeswehr im Saarland umfasst 5 Standorte mit rund 1500 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 450 zivilen Mitarbeitern.

Mit Bundeswehr-Kapazität könnten bundesweit 18 000 Menschen am Tag geimpft werden, sagte Schelleis. "Aber eben verteilt dann auf die einzelnen Amtshilfe-Anfragen aus den Ländern."/rtt/DP/stw