STUTTGART (dpa-AFX) - Die BW-Bank will 41 Filialen dauerhaft schließen. Dies teilte Andreas Götz, der LBBW-Generalbevollmächtigte für das Privatkundengeschäft, am Montag in Stuttgart mit. "Es hat sich gezeigt, dass sehr viele unserer Kunden auch ohne stationäre Filiale gerne und problemlos unsere Service und Beratungsleistungen nutzen." Die Anzahl der Filialbesuche sei rückläufig. Ein Hauptgrund sei noch der Gang zum Geldautomaten. Immer mehr Gespräche würden telefonisch, per Chat oder Videokonferenz abgehalten.

Mit dem Umbau reagiert die BW-Bank auch auf steigenden Kostendruck. Aktuell zähle der Privatkundenvertrieb 1000 Mitarbeiter, sagte Götz weiter. Nach dem Umbau solle er noch 900 Beschäftigte umfassen. Die BW-Bank ist eine Tochter der größten deutschen Landesbank. Die LBBW hatte vor wenigen Wochen angekündigt, dass bis 2024 die Verwaltungsaufwendungen gegenüber 2019 um 100 Millionen Euro sinken sollen - und dafür auch 700 Stellen gestrichen werden. Dazu liefen derzeit Gespräche mit dem Personalrat, hatte Vorstandschef Rainer Neske erklärt. Der Abbau solle sozialverträglich erfolgen.

Aktuell seien von der BW-Bank 70 Filialen geöffnet. 30 Filialen seien coronabedingt geschlossen. Künftig hat die Bank nur noch 59 Filialen und zusätzlich etwa 100 SB-Service-Center und Geldautomatenstandorte. "Betriebswirtschaftlich können wir es uns zudem nicht erlauben, Filialen dauerhaft aufrecht zu erhalten, wenn sie sich nicht rechnen." Zugleich kündigte die Bank an, eine Online-Beratung aufbauen zu wollen. 70 Beschäftigte aus den Filialen sollen in die Online-Beratung wechseln./ols/DP/eas