In den letzten zwölf Monaten konnten BYD massiv vom Elektroauto-Hype profitieren. Besonders boomt das Geschäft mit den E-Bussen. Die Aktie des chinesischen Autoherstellers scheint davon nicht beeindruckt. Im Gegenteil: Vor 10 Tagen erlitt sie einen schweren Rückschlag und auch heute notiert sie in Rot.  

Neue E-Bus-Bestellungen aus Rumänien

Der Mischkonzern aus Shenzhen verkauft seine E-Busse auf der ganzen Welt. Im Januar 2021 erhielt er seinen ersten Auftrag aus Rumänien. Konstanza, eine rumänische Küstenstadt am Schwarzen Meer, hat jetzt weitere 20 Elektrobusse mit einer Länge von 12 Metern gekauft. Sie werden die erste Charge von reinen Elektrobussen in der Stadt sein. Der Konzern hat eine europäische Fabrik in Komárom, Ungarn, in der die Bestellungen bearbeitet werden. Die Lieferung erfolgt jedoch erst Anfang nächsten Jahres über BYDs Partner New Kopel Car Import.

BYD beliefert New Mexico

Der US-Bundesstaat New Mexico hat BYD als seinen Lieferanten von Elektrobussen ausgewählt. Solange die Busse in den USA produziert und alle erforderlichen Standards erfüllt werden, können sie geordert werden. BYD hat eine Fabrik in Kalifornien und muss dementsprechend keine Busse importieren oder zusätzliche Tarife zahlen. Bisher wurden in den USA schon über 1.000 Elektrobusse verkauft.

BYD-Flughafen-Shuttlebusse in Tokio

BYD und Japans größte Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) den unbemannten Shuttlebus von BYD in einem 10-tägigen Probelauf in Japan erfolgreich getestet. Er ist der weltweit erste seiner Art und wird am Flughafen Haneda eingesetzt. Der K9-Bus von BYD kann bis zu 57 Personen gleichzeitig befördern und soll 2021 den Betrieb aufnehmen. ANA plant, bis 2025 einen  “Simple & Smart” (zu deutsch: einfachen und intelligenten) Flughafen mit der neuesten Technologie zu bauen. Dieser soll klimafreundlich und hocheffizient sein. Boldy und Advanced Smart Mobility nehmen ebenfalls an dem Projekt teil.

BYD-Aktie mit schwachem Chartbild

Verstärkt durch das schwache Branchenumfeld hat die BYD-Aktie eine verlustreiche Woche hinter sich. Die Korrektur nach dem Hoch der letzten Monate hat wohl niemanden überrascht. Sie ist aber deutlich stärker ausgefallen, als vermutet. Gegenwärtig notiert das Papier bei Lang & Schwarz mit einem Minus von 0,76 Prozent bei 21,45 Euro.