Der chinesische Mischkonzern BYD hat die Zahlen für das erste Quartal 2021 offengelegt. Obwohl Umsatz und Gewinn deutlich nach oben gingen, korrigierten einige Experten das Kursziel nach unten. Außerdem wird auch BYD in Zukunft eine Plattform eröffnen, die für andere Hersteller offensteht. 

Die Quartalszahlen

BYD konnte in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppeln auf rund 41 Milliarden Yuan (umgerechnet etwa 5,1 Milliarden Euro).

Auch der Gewinn schoss mehr als das Doppelte nach oben auf rund 237 Millionen Yuan (ca. 30,2 Millionen Euro). Allerdings hat BYD diesen Gewinnzuwachs besonders Einmaleffekten zu verdanken, so electrive.net. Demnach gäbe es ohne die Einmaleffekte einen Nettoverlust von 81,6 Millionen Yuan (etwa 10,4 Millionen Euro).

Steigende Absatzzahlen und Fokus auf Forschung

Der chinesische Mischkonzern konnte im ersten Quartal 2021 mehr als 104.000 Fahrzeuge verkaufen. Bei den Elektro-Pkw verzeichnete BYD ein Plus von mehr als 110 Prozent und verkaufte rund 38.600 Fahrzeuge.

Bei Forschung und Entwicklung ist ein wachsender Fokus zu erkennen. Laut electrive.net liegen die Ausgaben von 1,22 Milliarden Yuan in diesem Bereich fast 61 Prozent über den Ausgaben im ersten Quartal des Vorgänger-Jahres. Das Geld wird unter anderem für die fortschreitende Expansion des Unternehmens genutzt.

Experten setzen Kursziele nach unten

Trotz der guten Verkaufszahlen ist der Gewinn des Unternehmens im ersten Quartal im Vergleich zu den Gewinnen im Vorjahr ausbaufähig. So stufte unter anderem die Bank of America das Kursziel herab. Auch ein Daiwa-Analyst setzt das Kursziel etwas runter auf umgerechnet rund 21,70 Euro, lässt die Aktie allerdings auf Buy .

Open-Source-Plattform 

Nachdem BYDs Konkurrent Gelly bereits vergangenes Jahr eine Open-Source-Plattform für andere Unternehmen ins Leben gerufen hat, zieht BYD jetzt nach, so Reuters. Der chinesische Elektrofahrzeug-Hersteller teilte vergangene Woche mit, dass er eine Produktplattform einführen wird, die auch anderen Herstellern offenstehen soll. 

Die E-Plattform zeichnete sich laut Hersteller durch Intelligenz, Sicherheit, Ästhetik und Effizienz aus. Langfristig könnte die Plattform auch helfen, Prozesse zu Standardisieren und kosten zu senken.

BYD-Aktie

In dieser Woche ging es für die BYD-Aktie bergab. Lag sie Anfang der Woche noch bei fast 19 Euro, schwankt sie am Freitag um die 17 Euro. Ihr Hoch von Januar diesen Jahres bei fast 30 Euro ist nach den neuesten Zahlen noch weiter entfernt.

Im BörsenNews-Forum haben manche aufgrund der neuesten Entwicklungen verkauft, andere nutzten das Tief, um nachzukaufen. Nutzer HeinzErhard gehört zur zweiten Kategorie: “Ich bin mir zwar immer noch nicht sicher ob der Boden nicht noch tiefer liegt, aber egal. Der Kurs ist so gut das ich jetzt einfach nachlege. No Risk no fun”.

Nutzer*in Millennial ist zwar von den aktuellen Entwicklungen enttäuscht, glaubt aber an das langfristige Potenzial von BYD: “Ja, bin leider auch der Meinung dass BYD zwar langfristig Bombe ist, aber kurzfristig sieht 2021 gerade in Vergleich zu 2020 verhalten aus und der Kurs muss sich dem anpassen..”.

#mb