Cathie Wood, die CEO von ARK Invest, ist bekannt dafür, starke Aktien mit Wachstumspotenzial zu finden. Die drei größten Beteiligungen in den sechs aktiv verwalteten Fonds von ARK sind Tesla, Square und Teladoc. Keines der drei Unternehmen ist nach traditionellen Bewertungsmaßstäben wie dem Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S) oder dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E) billig. Aber ARK glaubt, dass diese Unternehmen und andere wie sie zu einer Verdoppelung des US-BIP auf 40 Billionen USD bis 2035 führen werden.

Im Gegensatz dazu wird der Dow Jones Industrial Average (DJIA) am 26. Mai sein 125-jähriges Jubiläum feiern. Auch wenn er die gesamte US-Wirtschaft widerspiegeln soll, beschwört er nicht gerade ein Bild des Wachstums herauf. Tatsächlich hat der Nasdaq den Anlegern in den letzten fünf Jahren eine doppelt so hohe Rendite wie der DJIA beschert.

Überraschenderweise sind die vier DJIA-Komponenten, die ARK besitzt – Apple (WKN: 865985), Caterpillar (WKN: 850598), Boeing (WKN: 850471) und Honeywell (WKN: 870153) –, allesamt relativ stabile Unternehmen, die in der Vergangenheit Gewinnwachstum vorgelegt haben. Es sind keine neuen Player. Schauen wir doch mal, warum Cathie Wood diese vier Dow-Aktien schätzt – und warum sie andere links liegen lässt.

1. Apple: 79,6 Millionen USD

Der ARK Fintech Innovation ETF besitzt 606.427 Aktien von Apple, die zum Schlusskurs von Apple am 12. April fast 80 Millionen USD wert sind. Obwohl dies nach viel klingt, ist Apple die 24. größte Position des Fonds und macht weniger als 2 % des Gesamtwerts aus. ARK glaubt fest an die wachsende Rolle der mobilen Technologie im Handel und verweist immer wieder auf den Erfolg von Chinas mobilem Zahlungssystem. Daher passen Apples Fintech-Entwicklungen wie die Apple Card und Apple Pay natürlich in den Fintech-ETF von ARK.

Augmented Reality (AR) ist einer der von ARK am stärksten verfolgten Trends. In seiner Big-Ideas-2021-Präsentation rief ARK Snapchat, Facebook und Apple dazu auf, ihre Investitionen in AR zu erhöhen (alle drei Unternehmen sind im Fintech Innovation ETF enthalten). ARK unterstützt auch die Entscheidung von Apple, Macs auf ARM-Prozessoren umzustellen. ARK glaubt, dass ARM bis 2030 der neue Prozessorstandard werden könnte, der Intel verdrängt und zu einer weiteren Dominanz von AMD und NVIDIA führt.

2. Caterpillar: 75,6 Millionen USD

Der Hersteller von Baumaschinen Caterpillar ist die 15.-größte Position im ARK Autonomous Technology & Robotics ETF. Nach einem starken Jahr 2020, das den Markt geschlagen hat, befinden sich die Aktien von Caterpillar derzeit nahe dem Allzeithoch. Caterpillar ist im Jahr 2021 bisher um mehr als 25 % gestiegen und gehört damit zu den Aktien mit der besten Wertentwicklung im DJIA.

Caterpillar ist ein internationales Unternehmen, das mehr als die Hälfte seines Umsatzes außerhalb der USA erwirtschaftet. Der globale Wettbewerb in der Bau-, Bergbau- und Energiebranche ist hart, insbesondere in China – dem heißesten Markt für Caterpillar. Um an der Spitze zu bleiben, implementiert Caterpillar maschinelles Lernen und Big Data. So hilft man den Kunden, die Flotten besser zu verwalten. Caterpillar hat Tools wie Cat Connect und Cat Digital entwickelt, die sowohl für bestehende als auch für neue Maschinen genutzt werden können. 

3. Boeing: 22,5 Millionen USD

Boeing ist die elftgrößte Position im neu aufgelegten ARK Space Exploration & Innovation ETF. Als weltweit zweitgrößter Hersteller von Verkehrsflugzeugen und führendes Luft- und Raumfahrtunternehmen hat Boeing eine klare Rolle in der aufstrebenden Raumfahrtindustrie. Das Segment Verteidigung, Raumfahrt und Sicherheit von Boeing ist Hauptauftragnehmer für das Space Launch System der NASA, eine Schwerlastrakete für die Erforschung des Weltraums durch Menschen. Außerdem baut Boeing Satelliten und Softwaresysteme für die kommerzielle, militärische und wissenschaftliche Erforschung.

4. Honeywell: 7,4 Millionen USD

Honeywell ist eine kleinere Beteiligung, die an 28. Stelle in ARKs Space ETF steht. Honeywell fertigt und entwickelt Komponenten für die kommerzielle Luftfahrtindustrie und die Verteidigungsindustrie. Die Fortschritte von Honeywell im Bereich des industriellen Internets der Dinge (IIOT), bei dem es um die Entwicklung von Betriebstechnologie (OT) für Industrieanlagen geht, sind jedoch genau das Richtige für ARK. Honeywell würde gut in den ARK Innovation ETF passen, den größten der aktiv verwalteten ETFs von ARK. Da sich der Fonds aber fast ausschließlich auf Tech-Aktien konzentriert, ist es unwahrscheinlich, dass dies in nächster Zeit geschieht.

Überraschende Dow-Aktien, die ARK nicht hält

Der Fokus von ARK auf Tech-Werte könnte zur Annahme führen, dass Salesforce und Microsoft enthalten sind, beides Dow-Werte. Aber das ist nicht der Fall. Der ARK Next Generation Internet ETF hält 53 Titel, aber nicht Verizon. Und während fünf der 30 Komponenten des DJIA Finanzunternehmen sind, hält der Fintech-Fonds von ARK keines von ihnen. Schließlich ist der ARK Genomic Revolution Multi Sector ETF stark auf das Gesundheitswesen fokussiert, hält aber keine der fünf Gesundheitsaktien des DJIA. 

Kleiner Denkanstoß zum Schluss

Industrieaktien werden nicht oft als der spannendste Sektor an der Wall Street angesehen. Führende dividendenstarke Industrieaktien mit Wachstumspotenzial haben Investoren jedoch seit Jahrzehnten reichlich belohnt. Cathie Wood und ihr Team glauben, dass eine Handvoll dieser Namen eine glänzende Zukunft in aufstrebenden Branchen haben. Insbesondere Honeywell und Caterpillar stechen als zwei erstklassige Unternehmen hervor, die ihre Dividenden erhöhen und den Markt langfristig schlagen können.

Der Artikel Cathie Woods ARK Invest hält nur 4 Dow-Aktien – und die sind durchaus überraschend ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple, Microsoft, NVIDIA, Salesforce.com, Square, Teladoc Health und Tesla und empfiehlt Aktien von Intel und Verizon Communications. Daniel Foelber besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 19.4.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Daniel Foelber

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