BERLIN (dpa-AFX) - Die CDU-Spitze entscheidet an diesem Montag (von 9.00 Uhr an) über den Ablauf des für Mitte Januar geplanten Parteitags zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Generalsekretär Paul Ziemiak hat dafür mehrere Varianten vorbereitet - einen fast vollständig digitalen Parteitag und ein hybrides Treffen, bei dem sich die 1001 Delegierten auf 10 bis 20 Standorte verteilt in ganz Deutschland treffen würden. Wegen der Corona-Pandemie schleppt sich die Lösung der Personalfrage nach der Rückzugsankündigung von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Februar seit dem Frühjahr hin.

Als Termin für den Parteitag war zunächst der 16. Januar angepeilt, möglich ist aber auch, dass das virtuelle Delegiertentreffen bereits am Tag zuvor beginnt. Zuvor sind wie üblich Beratungen von Präsidium und Vorstand geplant. Außer Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz wollen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenexperte Norbert Röttgen CDU-Vorsitzender werden.

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen gilt es als wahrscheinlich, dass sich die CDU-Spitze für einen fast vollständig digitalen Parteitag entscheidet. Das würde bedeuten, dass die engste Parteispitze mit den Kandidaten in einer Halle wohl in Berlin zusammenkommt und die Delegierten den Reden zu Hause an ihren Computern folgen und dann digital wählen. Anschließend wäre eine Bestätigung der Wahlen des Parteivorsitzenden, der Stellvertreter sowie der weiteren Mitglieder von Präsidium und Vorstand in Papierform notwendig, um die Abstimmungen rechtssicher zu machen. Ein von vielen favorisiertes Delegiertentreffen in Präsenz wird in der CDU wegen der Pandemie als nicht realistisch betrachtet./bk/DP/zb