TOKIO (dpa-AFX) - Erneut haben sich chinesische Schiffe einer von Japan kontrollierten Inselgruppe im Ostchinesischen Meer genähert. Wie die japanische Küstenwache am Sonntag bekanntgab, wurden die beiden chinesischen Schiffe aufgefordert, die Gewässer um die Senkaku-Inseln zu verlassen. Es sei der dritte Tag in Folge, dass chinesische Schiffe in die japanischen Hoheitsgewässer eingedrungen seien. Ein japanisches Fischerboot soll zeitweise von Chinesen verfolgt worden sein. Japans Küstenwache entsandte ein Patrouillenschiff zum Schutz der Fischer. Peking schickt immer wieder Schiffe in die Gegend, allein in diesem Jahr schon zehn Mal, meldeten japanische Medien.

Die unbewohnten Inseln stehen faktisch unter japanischer Verwaltung, werden aber auch von China sowie von Taiwan beansprucht, wo die Inseln Diaoyu beziehungsweise Diaoyutai heißen. Angesichts vermuteter Gas- und Ölvorkommen haben die Felsen große strategische Bedeutung. Die jahrelang wegen Japans Umgang mit seiner kriegerischen Vergangenheit sowie den Inselstreits belasteten Beziehungen zwischen Japan und China haben sich in jüngster Zeit aber wieder verbessert./ln/DP/zb