Die aktuelle Korrektur hat selbst vor defensiven Dividendenaktien mit eigentlich stabilem Geschäftsmodell nicht Halt gemacht. Sogar Aktien aus dem eher defensiven Lebensmittelbereich haben ordentlich nachgegeben und korrigiert. Das hat inzwischen zu einer vollkommen neuen Bewertungslage geführt.

Zeit, einige defensive Dividendenaktien erneut auf den Prüfstand zu stellen: Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf die Anteilsscheine von Coca-Cola (WKN: 850663) und Unilever (WKN: A0JMQ9), die beide aus dem Lebensmittelbereich kommen, und schauen einmal, wo sich hier womöglich jetzt das günstigere, dividendenstärkere Gesamtpaket versteckt.

Coca-Cola: Die neue Bewertung im Fokus

Eine erste Aktie, die wir dabei überprüfen wollen, ist zunächst die von Coca-Cola. Grundsätzlich gilt dabei natürlich: An der Historie des legendären Getränkekonzerns aus Atlanta hat sich natürlich nix verändert. Seit noch immer über 50 Jahren erhöht Coca-Cola in jedem Jahr die eigene Ausschüttung, was eine bemerkenswerte, zuverlässige und natürlich auch aristokratische (ja, sogar königliche!) Dividende bedeutet.

Dabei zahlt Coca-Cola gegenwärtig eine Quartalsdividende in Höhe von 0,41 US-Dollar aus, die bei einem derzeitigen Kursniveau von 51,86 US-Dollar (09.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 3,16 % entspricht. Für einen derart adeligen Zahler gewiss ein attraktives Maß, das zumindest für den Moment wieder über der 3-Prozent-Marke liegt.

Coca-Cola ist im vergangenen Geschäftsjahr 2019 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,09 US-Dollar gekommen, wodurch sich das aktuelle Ausschüttungsverhältnis auf 78,4 % beläuft. Ein durchaus hoher Wert für eine diese defensive Aktie. Grundsätzlich bleibt dabei allerdings Spielraum für weitere Erhöhungen vorhanden. Selbst wenn das Unternehmen operativ auf der Stelle treten sollte.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis beläuft sich unter diesen Prämissen übrigens auf einen Wert von 24,8. Ein grundsätzlich hoher Wert, allerdings hat Qualität nun einmal häufig ihren Preis. Bei Coca-Cola ist sie definitiv vorhanden, und zwar nicht bloß bei der Dividende. Nein, sondern auch bei dem starken Markennamen des gleichnamigen Getränks.

Unilever: So sehen hier die Konditionen aus

Eine zweite Aktie, die ebenfalls durchgerüttelt worden ist, ist die von Unilever. Dabei verändert sich jedoch auch hier nichts an der bisherigen Historie. Noch immer zählen die Anteilsscheine des britischen Lebensmittelkonzerns zu den zuverlässigen Zahlern mit inzwischen 24 jährlichen Dividendenerhöhungen in Folge. Alsbald ruft auch hier der Dividendenadel.

Unilever zahlt dabei momentan noch eine Quartalsdividende in Höhe von 0,4104 Euro aus, oder auf das Jahr hochgerechnet einen Betrag von 1,6416 Euro. Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 46,50 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von 3,53 %. Ein Wert, der zumindest gegenwärtig höher liegt als der von Coca-Cola.

Dabei kam Unilever im letzten Geschäftsjahr 2019 auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,15 Euro, wodurch sich das Ausschüttungsverhältnis hier auf 76 % beläuft. Prinzipiell ein ähnlicher Wert wie der von Coca-Cola, jedoch auch hier moderat geringer.

Bei dem derzeitigen Aktienkursniveau beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis hier außerdem auf einen Wert von 21,6, der ebenfalls leicht niedriger ist. Insgesamt scheint Unilever daher vergleichsweise günstiger bewertet zu sein als Coca-Cola.

Alles eine Frage der Qualität?

Wie wir mit Blick auf unsere beiden heutigen Prüflinge feststellen können, sind beide Bewertungsmaßstäbe jetzt jedenfalls deutlich niedriger. Coca-Cola und Unilever kommen beide auf Dividendenrenditen von über 3 %. Beide Aktien weisen jetzt außerdem moderatere Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf.

Unilever ist dabei etwas günstiger, allerdings könnte Coca-Cola unterm Strich bekannter sein und über mehr Markenqualität verfügen. Ob das den kleinen Premium-Aufschlag wert ist? Eine spannende Frage, die hier jedenfalls beantworten kann, welche Aktie für dich attraktiver zu sein scheint.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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