Wichtigste Punkte:

  • Coinbase Aktie: Bitcoin-Crash sorgt für Milliardenverlust – Hoffen auf Blackrock
  • Q2-Zahlen: Coinbase schreibt Verluste in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar
  • Kooperation zwischen Coinbase und Blackrock: Anleger sehen Silberstreif

Coinbase Aktie auf Monatsbasis

Coinbase Aktie auf Monatsbasis
Quelle: IG Handelsplattform

Bitcoin Kurs auf Monatsbasis

Bitcoin Kurs auf Monatsbasis
Quelle: IG Handelsplattform

Coinbase Aktie: Bitcoin-Crash sorgt für Milliardenverlust

Die US-Kryptohandelsplattform Coinbase hat angesichts der seit November 2021 beginnenden Talfahrt bei Bitcoin und Co im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen Milliardenverlust einstecken müssen. Der Bitcoin hat auf Jahressicht rund 50 Prozent seines Wertes verloren, was die Geschäfte des US-Unternehmens stark beeinträchtigt hat. Hoffnung für das Papier könnte nun die jüngste Bekanntgabe der Kooperation zwischen Coinbase und Blackrock sein. Am Mittwoch verliert der Anteilsschein laut IG-Indikation 5,55 Prozent auf 82,81 Dollar.

Q2-Zahlen: Coinbase schreibt Verluste in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar

Einen Verlust in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar hat die größte US-amerikanische Kryptoplattform Coinbase für die vergangenen drei Monate ausgewiesen. Gegenüber dem Vorjahreswert reduzierten sich die Erlöse um über 60 Hundertstel auf 808 Millionen Dollar. Coinbase erklärte den vergangenen Krypto-Crash als „schnell und stürmisch“. Die bereits zurückgeschraubten Erwartungen wurden damit sogar verfehlt.

Unter anderem verdient Coinbase mit sogenannten Handelsgebühren sein Geld, wenn Krypto Assets gekauft bzw. verkauft werden. Die zuletzt stark rückläufigen Preise hatten die Nachfrage nach digitalen Assets wie erwartet stark beeinträchtigt.

Dem Branchenportal CoinMarketCap zufolge hatte die Marktkapitalisierung aller rund 20.000 verschiedenen Assets im vergangenen November rund drei Billionen Dollar betragen. Stand heute hat der Markt rund zwei Drittel seines Wertes verloren.

Insbesondere die Furcht vor einer restriktiven US-Geldpolitik hat riskante Anlageklassen wie etwa Bitcoin in diesem Jahr stark unter Druck gesetzt. Dazu gesellten sich Sorgen rund um den Stablecoin TerraUSD und den Krypto-Verleiher Celsius Network.

Kooperation zwischen Coinbase und Blackrock: Anleger sehen Silberstreif

Eine Kooperation mit dem weltweit größten Vermögensverwalter Blackrock könnte als Hoffnungsschimmer verstanden werden. Coinbase will Blackrock-Kunden Zugang zu seiner professionellen Handelsplattform bieten und damit institutionellen Größen den Zugang zu Krypto Assets erleichtern.

Kurz nach Bekanntgabe schnellten die Papiere in der vergangenen Woche zwischenzeitlich um rund 44 Prozent nach oben.

Zu früh sollten sich Anleger allerdings nicht Hände reiben. Sollten Bitcoin und Co in den kommenden drei Monaten erneut den Rückwärtsgang einlegen, dürfte dies zulasten der Coinbase Aktie gehen.

Aus charttechnischen Gesichtspunkten bleiben nun die Marken von 80- und 100 Dollar von hoher Bedeutung.


Timo Emden ist studierter Betriebswirt, B.A., Marktanalyst und zertifizierter Blockchain-Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Seit über 14 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets wie Bitcoin. Seine Einschätzungen basieren auf der Charttechnik und dem Sentiment – wichtige fundamentale Events hält er dennoch für bedeutend. Als Marktexperte ist Herr Emden ein geschätzter Ansprechpartner für TV, Presse und Hörfunk. Herr Emden ist freiberuflich für den Onlinebroker IG Europe GmbH tätig.




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