Die „Bullen“ haben das Heft des Handelns wieder in der Hand. Der Dax zeigt sich in dieser Handelswoche (bislang zumindest) gegenüber der Vorwoche stark verbessert. Die Erholung ist aber nach wie vor mit Vorsicht zu genießen, blieb der Dax doch trotz positiver Ansätze bislang einen Qualitätsnachweis schuldig. Hierzu müsste der Index unserer Einschätzung nach zumindest über die 13.000er Marke laufen.

Von der positiven Grundstimmung an den Aktienmärkten können auch die Bankenwerte profitieren. Vor allem die Aktie der Commerzbank (WKN: CBK100  ISIN: DE000CBK1001  Ticker-Symbol: CBK) steht gegenwärtig im Fokus des Marktakteure. Zuletzt bildete sie einen tragfähigen Boden aus und setzt nun erste Akzente auf der Oberseite.

Verschiedene Katalysatoren

Bereits zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung zur Commerzbank-Aktie (28.09.) gelang es der Bank, einen überraschenden Coup in Personalfragen zu landen. Die Bank suchte bereits seit geraumer Zeit einen neuen Vorstandsvorsitzenden, nachdem ihr bisheriger – Martin Zielke – sein Ausscheiden zum Jahresende vor einigen Wochen bekanntgab. Der Markt honorierte, dass mit Manfred Knof eine externe Lösung gefunden hatte. Manfred Knof kommt vom Privatkundengeschäft der Deutschen Bank und verfügt über entsprechende Erfahrungen in Sanierungsfragen. Doch nicht nur die Personalentscheidung machte der Aktie zuletzt Dampf. Kürzlich wurde bekannt, dass der Finanzinvestor Capital Group Ende September seinen Anteil an der Commerzbank auf 5,31 Prozent hochgefahren hat. Damit hat die Commerzbank nach Cerberus einen zweiten Finanzinvestor mit mehr als 5 Prozent Beteiligung an Bord. Der Aktie machte das Bekanntwerden der Nachricht Beine. Sie legte im gestrigen Dienstagshandel (06.10.) deutlich zu. Ergänzt wird die Gemengelage im Übrigen von den latenten Übernahme- und Fusionsspekulationen, die gegenwärtig im Bankensektor grassieren.

Commerzbank Aktie

Das Chartbild der Commerzbank weist eine ganz interessante Konstellation auf. Dem Wert gelang es zuletzt, im Bereich von 4,0 Euro einen (vermeintlich) stabilen Boden auszubilden und von diesem ausgehend erste Akzente auf der Oberseite zu setzen. Der kurzfristige Abwärtstrend, der die Korrektur im September maßgeblich prägte, wurde mittlerweile durchbrochen. Der Aktie gelang es zudem, wichtige Widerstände zu knacken. Vor allem die Bereiche um 4,2 Euro und 4,5 Euro sind diesbezüglich zu benennen. Für erste Entlastung wurde daher bereits gesorgt. Doch die Aktie sollte weiter nachsetzen. Aktuell steht der Widerstandsbereich um 4,70 Euro im Fokus. Sollte es gelingen, auch diesen auszuhebeln, wäre die Aktie in puncto Bodenbildung bereits einen großen Schritt weiter. Auf der Unterseite sollte es nun idealerweise nicht mehr unter die 4,20 Euro gehen.

 (DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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