Die US-Notenbank reagierte gestern überraschend kurzfristig und aus unserer Sicht auch überraschend deutlich mit einer Leitzinssenkung um 50 Basispunkte auf die aktuelle, mit Risiken behaftete Gemengelage. Diese Maßnahme konnte die am Montag in den USA initiierte Erholung allerdings zunächst nicht weiter stimulieren. Im gestrigen (03.03.) US-Handel ging es wieder nach unten. Weiter nach unten sollte es für die Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank nun tunlichst nicht mehr gehen, denn diese stehen sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand. Bleiben wir gleich bei der Aktie der Deutsche Bank (WKN: 514000 | ISIN: DE0005140008 | Ticker-Symbol: DBK).

Hinter der Aktie der Deutschen Bank liegt eine beachtliche Berg- und Talfahrt. Dem fulminanten Zwischensprint über die 10,0 Euro hinweg folgte ein nicht minder fulminanter Kursrückgang. Die kurzfristig aufgelaufenen Gewinne lösten sich rasch in Luft auf. In Luft löste sich auch die eine oder andere Unterstützung sowie der kurzfristige Aufwärtstrend auf, was wiederum den Verkaufsdruck hoch hielt und die Korrekturbewegung immer wieder aufs Neue befeuerte. Zudem lassen sich bislang auch noch keine signifikanten Stabilisierungstendenzen ausmachen. Dabei wäre aus charttechnischer Sicht eine Stabilisierung im Bereich 8,1 Euro / 7,9 Euro eminent wichtig gewesen, doch diese Weiche wurde mittlerweile passiert. Aktuell läuft die Aktie die nächste relevante Unterstützung bei 7,3 Euro an. Aufgrund der bisherigen Dynamik der Korrektur muss eine Ausdehnung der Bewegung unter die 7,3 Euro mit einkalkuliert werden. Im Bereich von 7,0 Euro verläuft aktuell die 200-Tage-Linie und damit eine weitere potentielle Haltestation für die Korrektur. Doch selbst ein erneuter Test der massiven Unterstützung bei 6,3 Euro kann in der aktuellen Gemengelage nicht ausgeschlossen werden. Deutlich angespannter ist sogar noch die charttechnische Lage bei der Commerzbank (WKN: CBK100 | ISIN: DE000CBK1001 | Ticker-Symbol: CBK).

Die Aktie drehte nach dem Erreichen der Zone 6,5 Euro / 6,7 Euro nach unten ab. Die Rückzugsbewegung gewann rasch an Dynamik. Wichtige Unterstützungen wurden pulverisiert. Vor allem der Verlust der Unterstützungszone um 6,0 Euro „schmerzt“ aus charttechnischer Sicht. Dass zudem die Zone um 5,7 Euro (inkl. der dort verlaufenden 200-Tage-Linie) unterschritten wurde, ließ das Chartbild vollends kippen. Mit dem Bereich um 5,0 / 4,7 Euro wird nun die „letzte Bastion“ angelaufen. Sollte es darunter gehen, muss die Lage neu bewertet werden. Erste charttechnische Entspannung ist zu erwarten, sollte es der Aktie gelingen, die 5,7 Euro zurückzuerobern.

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