Warren Buffett investiert in der jetzigen Korrektur, aber im Corona-Crash hielt der Starinvestor die Füße still. Das ist bezeichnend, zumal der Markt im damaligen Crash deutlich tiefer gefallen ist. Was noch nicht ist, kann ja noch werden. Aber der Zeitpunkt der Investitionen ist jetzt jedenfalls bei für ihn „ungünstigeren“ Konditionen.

Entscheidend ist, dass Warren Buffett eben nicht nur Investor, sondern gleichzeitig auch Unternehmer ist. Das wiederum dürfte erklären, warum das Orakel von Omaha jetzt investiert, aber damals nicht. Blicken wir auf einige relevante Faktoren.

Warren Buffett: Nicht im Corona-Crash, aber dafür jetzt!

Warren Buffett hat im Corona-Crash eigentlich sehr klar geäußert, warum er damals pausierte. Das Orakel von Omaha merkte damals an, dass für ihn Stabilität entscheidender sei als das Kaufen günstiger Chancen. Auch die Investoren würden inzwischen eher in die Aktie von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) investieren, weil sie ein umsichtiges Money-Management schätzen.

Als Investor hat es dem Starinvestor mit Sicherheit in den Fingern gekribbelt. Aber weil er ein Konglomerat bestehend aus unter anderem einem Versicherungsgeschäft als Unternehmer führt, hat er vermutlich die Füße stillgehalten. Sicherheit vor Rendite war das Motto. Eine globale Pandemie ist außerdem wohl eher ein Setting gewesen, mit dem das Orakel zwar rechnete, das er trotzdem für sich nicht klar durchdenken und kalkulieren konnte.

Jetzt ist vieles anders für Warren Buffett. Nach zwei Jahren Pandemie ist der große Schock weitgehend ausgeblieben. Heute existieren zwar andere Belastungsfaktoren wie ein Krieg oder auch steigende Zinsen und Inflation. Das sind jedoch Dinge, die der Starinvestor im Laufe seiner Jahre bereits kennengelernt hat. Hier kann er die Chancen und Risiken besser kalkulieren und verstehen. Deshalb ist jetzt das Marktumfeld, in dem er sich wohler fühlt, um so manchen Dip zu kaufen.

Entscheidend: Unternehmerdasein und Perspektive

Für mich sind daher zwei Dinge entscheidend, warum Warren Buffett jetzt investiert: sein Unternehmerdaein. Insbesondere im Corona-Crash schien ihm die Stabilität seines Geschäfts und des bisherigen Fundaments bedeutender zu sein. Vollkommen zu Recht und ein guter operativer Fokus.

Das Interpretieren der Risiken ist für mich das zweite Merkmal. Das wiederum kann auch für Investoren relevant sein, wenn wir das nächste Mal Crash-Kriterien bewerten. Die sich anschließende Frage ist schließlich: Wie gut können wir wirklich durch die vorhandenen dunklen Wolken blicken?

Der Artikel Corona-Crash vs. jetzige Korrektur: Was ist anders für Warren Buffett? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2023 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2023 $265 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Long January 2023 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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