WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland auch im April ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen war mit 8,5 Millionen zwar fast doppelt so hoch (plus 94,9 Prozent) wie in dem von der Corona-Krise stark beeinträchtigten Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegenüber April 2019 wurde aber nur gut ein Fünftel der Übernachtungen gezählt (minus 79,0 Prozent).

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Krisenmonat April 2020 um 98,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Reisende aus dem Ausland standen für 0,9 Millionen Übernachtungen (plus 69,1 Prozent).

Die Corona-Krise hatte Deutschland im Frühjahr 2020 erfasst. Ein Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste ließ die Übernachtungszahlen abstürzen. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe durften nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Touristische Übernachtungen waren auch im April 2021 verboten. Das Verbot wurde allerdings abhängig von der Pandemiesituation vor Ort regional teilweise gelockert.

Für viele Betriebe lohnte sich der Aufwand einer Eröffnung im April aber offenbar nicht: Von den etwa 52 000 in der Statistik erfassten Beherbergungsbetrieben hatten nach Angaben des Bundesamtes nur 30 872 geöffnet./mar/DP/eas