BERLIN (dpa-AFX) - Aufgrund der dreifachen Bedrohung durch gewaltsame Konflikte, den Klimawandel und die Corona-Folgen rechnen Experten für 2021 mit humanitären Notlagen in etlichen Ländern. Dies geht aus der Emergency Watchlist 2021 hervor, die am Mittwoch von der Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) veröffentlicht werden sollte. Darin werden die 20 gefährdetsten Länder der Welt - darunter Syrien, Venezuela, Nigeria - aufgeführt.

Diese 20 Länder repräsentieren laut Bericht nur etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung, stellen aber 85 Prozent der Menschen in humanitären Notlagen. Solche Notlagen können unter anderem durch Pandemien, zerstörte Wirtschaften, Kriege oder politische Konflikte entstehen und verschärft werden.

Wie schon in den beiden Vorjahren ist Jemen das Land mit dem höchsten Risiko einer humanitären Notlage im Jahr 2021, gefolgt von Afghanistan, Syrien, der Demokratischen Republik Kongo und Äthiopien. Außerdem droht laut Bericht in vier der zehn gefährdetsten Ländern eine Hungersnot - darunter etwa Nigeria oder Burkina Faso./jrz/DP/jha