DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Corona-Krise macht der Kosmetikbranche weiter zu schaffen. Der lang anhaltende Lockdown im Frühjahr habe beim stationären Parfümeriefachhandel und bei den Hersteller von Parfüms, Kosmetik und Hautcremes erneut zu massiven Umsatzeinbrüchen geführt, berichtete der Kosmetikverband VKE am Mittwoch. Im laufenden Jahr rechnet der Verband deshalb beim Vertrieb von Kosmetik und Körperpflegeprodukten des mittleren, hohen und höchsten Preissegments erneut mit einem Umsatzminus von bis zu 5 Prozent.

Im Corona-Jahr 2020 waren die Umsätze um 9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro geschrumpft. Damit sei die Branche "mit einem blauen Auge" durch die Krise gekommen, urteilte der Verband.

Vor allem das Geschäft mit dekorativer Kosmetik wie Nagellack, Make-up und Lippenstiften war im Pandemie-Jahr 2020 drastisch eingebrochen, weil es viel weniger Anlässe zum Schminken gab. Hier betrug das Umsatzminus gut 20 Prozent. Deutlich besser lief es bei der pflegenden Kosmetik, wo das Umsatzminus lediglich 4,4 Prozent betrug. Viele Verbraucher hätten sich im Homeoffice etwas Gutes tun wollen, sagte VKE-Präsident Markus Grefer. Zudem habe die Maskenpflicht bei vielen Menschen einen erhöhten Hautpflegebedarf ausgelöst.

Das Geschäft mit Parfüms litt zudem unter dem eingeschränkten Weihnachtsgeschäft. Allerdings fiel das Minus bei Herrendüften mit 8,4 Prozent deutlich höher aus als bei Damendüften mit 4,9 Prozent./rea/DP/eas