Der Dax startet zunächst positiv in den Donnerstag und damit in den Oktober. Rückenwind kommt einmal mehr von den US-Indizes, die im gestrigen Handel zunächst noch unter dem Eindruck des TV-Duells zwischen Trump und Biden standen, im weiteren Verlauf des Mittwochs aber durch robuste US-Daten wieder „auf die Beine“ kamen. Insbesondere überraschte hier der Chicagoer Einkaufsmanagerindex positiv. Kommen wir auf den Dax zurück. Dieser nimmt aktuell wieder Tuchfühlung zur eminent wichtigen 12.800er Marke auf. Von der positiven Stimmung koppelt sich derzeit jedoch ein wenig die Aktie des Herstellers von Polymerwerkstoffen Covestro (WKN: 606214 ISIN: DE0006062144 Ticker-Symbol: 1COV) ab.

Zukauf schlägt auf Aktienkurs durch

Das Leverkusener Unternehmen gab kürzlich bekannt, den Geschäftsbereich nachhaltige Beschichtungsharze (RFM) von der niederländischen Royal DSM übernehmen und damit das eigene Segment Coatings, Adhesives, Specialties (kurz CAS) stärken zu wollen. Der Kaufpreis beträgt 1,61 Mrd. Euro. Covestro erwartet durch den Zukauf ein Umsatzwachstum in Höhe von 1 Mrd. Euro und ein EBITDA um 141 Mio. Euro. Um das einmal in Relation zu setzen: Der Umsatz des durch den Zukauf gestärkten Geschäftsbereiches CAS soll um 40 Prozent steigen. An der Börse wurde der Zukauf durchaus kritisch gesehen. Die Aktie reagierte im gestrigen Mittwochshandel mit einem deutlichen Abschlag auf das Bekanntwerden des Zukaufs. Der Zukauf mag für den einen oder anderen überraschend kommen, stand Covestro selbst doch erst im September im Fokus von Übernahmephantasien. Der Chemiekonzern war damals ins Visier eines Finanzinvestors (Apollo Global Management) geraten. Die Spekulationen hielten sich allerdings nur kurze Zeit, da Covestro dem Unterfangen zügig einen Riegel vorschob. Die „Kursparty“ endete damals im Bereich von 50,0 Euro.

Covestro-Aktie

Chartbild trübt ein

Nachdem sich die Übernahmephantasien im September in Rauch auflösten, war die Aktie darum bemüht, im Bereich von  44,0 / 42,0 Euro einen Boden auszubilden. Gerade als der Wert diese Bodenbildung entscheidend vorantreiben und wieder über die Marke von 45,0 Euro setzen konnte, kam es zur negativen Reaktion der Börse auf den zuvor beschriebenen Zukauf des Unternehmens. Die Aktie ist erneut in den Bereich 44,0 / 42,0 Euro zurückgefallen. Die Ausbildung eines Bodens in dieser Zone wäre eminent wichtig, verläuft hier doch auch die 38-Tage-Linie. Weitere wichtige Unterstützungen verlaufen zudem bei 40,0 Euro und 38,0 Euro. Auf der Oberseite ist der Weg zum einen vom Widerstand bei 46,0 Euro und zum anderen vom markanten Hoch bei 50,0 Euro verstellt.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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