Ein Crash oder auch eine Korrektur gehen sehr häufig mit einer Sache einher: mit einem schwarzen Schwan. Gemeint ist hiermit natürlich kein wirkliches Tier in dieser Färbung. Nein, sondern ein unvorhergesehenes Ereignis, das kaum ein Investor auf dem Schirm hat und das die Börsen rund um den Globus zum Einbrechen bringt.

Beim letzten Börsencrash war beispielsweise COVID-19 ein solcher schwarzer Schwan. Die Investoren haben das Risiko und die Tragweite unterschätzt. Insbesondere, als es dann um Lockdown und Einschränkungen für die Wirtschaft und die Börsen ging, sind die Aktien innerhalb kürzester Zeit schnell korrigiert.

Was ein neuer schwarzer Schwan für die Börsen ist, darüber wird natürlich gerätselt. Möglicherweise gibt es jetzt ein Ereignis, das zumindest Bewegung in mancherlei Dinge bringen könnte. Und womöglich mehr Faktoren bewegt, als so manchen Investoren zunächst klar ist.

Hedgefonds-Pleite: Ein neuer schwarzer Schwan?

Wie wir mit Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage erkennen können, gibt es jetzt jedenfalls ein Ereignis, das einige Investoren zumindest nicht auf dem Schirm haben könnten. Dabei geht es um die Pleite eines Hedgefonds, der von Bill Hwang geleitet wird. Der besagte Hedgefonds trägt zudem den Namen Archegos Capital Management und steht zumindest im Verdacht, in die Zahlungsunfähigkeit zu rutschen. Ein schwarzer Schwan, der geboren wird? Schauen wir uns zumindest den Rattenschwanz an.

Archegos Capital Management ist alles andere als ein kleines Licht in der Aktien- und Börsenwelt. Wie wir mit Blick auf die aktuellen Schlagzeilen feststellen können, besitzt der Hedgefonds jedenfalls Schulden in Milliardenhöhe. Und steht damit bei Großbanken wie Goldman Sachs, Credit Suisse oder auch Nomura in den Büchern. Damit sind weitere Akteure in einem Pleite-Szenario zumindest indirekt betroffen. Die jeweiligen Großbanken haben gemäß einem Beitrag von Focus bereits davor gewarnt, dass sich eine Pleite negativ auf ihr Zahlenwerk auswirken könnte.

Allerdings sind die Banken nicht die einzigen Akteure, die Archegos Capital Management beeinflusst. Da die Großbanken den Hedgefonds zur Liquidierung einiger Positionen gezwungen haben, sind zuletzt Aktien von Viacom oder Discovery teilweise im deutlich zweistelligen Prozentbereich eingebrochen. Wie gesagt: Zumindest für einige Aktien möglicherweise ein schwarzer Schwan, den man nicht auf dem Schirm hat.

Reicht das für einen Crash …?

Das Hin und Her um Archegos Capital Management ist daher ziemlich spannend. Es könnte sich möglicherweise um einen schwarzen Schwan handeln. Oder auch nicht, je nachdem, welche Tragweite eine Pleite des Hedgefonds hätte und wie viele Akteure hierdurch mittelbar oder unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen werden.

Foolishe Investoren sollten trotzdem nicht in Panik alles verkaufen. Wenn du mich fragst, zeigt dieses Beispiel bloß, dass es nicht bloß Zuversicht an den Börsen geben sollte. Nein, sondern vielleicht auch die Möglichkeit eines schwarzen Schwans, der die Börsen beeinflussen könnte.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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